
Die aktuelle Vorlage der EU-Kommission zur Richtlinie zum Internationalen Personaltransfer bleiben auf halbem Weg stehen, kritisiert Österreichs unabhängige Managervereinigung WdF. Für das Wirtschaftsforum der Führungskräfte ist es inakzeptabel, dass Familienmitgliedern von internationalen Managern zwar ein Recht zugestanden wird, den Partner zu begleiten, gleichzeitig aber kein Rechtsanspruch auf Arbeitsgenehmigung im Gastland besteht.
Der „Blue Card"-Regelung, die darauf zielt, internationale Schlüsselkräfte rasch in die Länder der Europäischen Union zu bekommen, fehlt dabei ein entscheidendes Signal: „Nicht lediglich als Arbeitskraft benötigt zu werden, sondern als Gast angenommen zu werden, muss klarer kommuniziert werden, nur dann können wir diese besten Köpfe auch national bestmöglich integrieren", meint dazu KR Viktor Wagner, stv. WdF-Bundesvorsitzender.
„Sich einerseits die besten Manager und Wissenschafter aussuchen zu wollen und andrerseits vor deren sozialem Umfeld eine Schranke zu errichten, kann im globalen Talent-Wettbewerb nur schädlich sein", so Wagner. Die Initiative der Permits Foundation , getragen von namhaften multinationalen Unternehmen, sich diesbezüglich an den Europarat zu wenden, wird daher vom WdF nachdrücklich unterstützt.