Motivation der mittleren Führungsebene ist gesunken
Angst um den Arbeitsplatz, gekürzte Boni und eine allgemein schlechte Stimmung haben in vielen Unternehmen zu einem drastischen Rückgang des Mitarbeiterengagements geführt. Besonders betroffen: das mittlere Management. Dabei sind gerade diese Führungskräfte äußerst wichtig, wenn es darum geht, ein Unternehmen aus der Krise zu führen. „Das Topmanagement entwickelt Vision und Strategie. Das mittlere Management ist jedoch dafür verantwortlich, diese umzusetzen. Das Engagement von Bereichs- oder Abteilungsleitern ist daher gerade in schwierigen Zeiten erfolgsentscheidend", erklärt Prof. Rainer Strack, Geschäftsführer der Unternehmensberatung The Boston Consulting Group (BCG, siehe Foto). „Außerdem ist es die Aufgabe von Managern der mittleren Führungsebene, die Motivation und die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter zu fördern - was sich gerade in Krisenzeiten besonders schwierig gestaltet."
Interessante Studie des Instituts für BWL und Betriebssoziologie/TU Graz
Nachdem die Wirtschaft durch verstärkte Auftragseingänge die Trendumkehr bereits signalisiert bekommt, gilt es sich auf den Aufschwung besser vorzubereiten als auf die Krise. Vor allem im Personalwesen wird es wichtiger denn je, Schlüsselpositionen im Unternehmen durch die „Ressource Mensch" optimal zu besetzen. Voraussetzung dafür auf Führungsebene ist jetzt schon das Wissen, wer am „Personalmarkt" verfügbar ist.Hier kommt das Profil des Wirtschaftsingenieurs ins Spiel, der aufgrund seines interdisziplinären Ausbildungs- und Qualifikationsprofils hohes Entwicklungspotenzial von operativen Funktionen in Richtung Führungsaufgaben aufweist, welche ein hohes Maß integrativen Denkens und Handelns erfordern. Die gemachten Angaben beziehen sich auf eine Studie vom Institut für Betriebswirtschaftslehre und Betriebssoziologie der TU Graz aus dem Jahr 2010 mit dem Titel „Ausbildungslandschaft, Berufsbild, Karriereweg und Qualifikationsprofil von Wirtschaftsingenieuren".
Auch soziale Netzwerke werden zunehmend nach Bewerbern durchgesehen
Dem Nutzungsverhalten und Trends in der Rekrutierung mittels Online-Jobplattformen widmete sich eine Studie der Fachhochschule Burgenland (Studiengang:Human Resource Management und Arbeitsrecht MOEL). Im Auftrag der top-jobs-europe Consulting OG wurde die Akzeptanz von Online-Jobplattformen und Veränderungen im "E-Recruiting" seit 2007 erhoben.
Zielgruppe der Online-Umfrage waren die Personalverantwortlichen der ca. 600 Leitbetriebe Austria (www.leitbetriebe.at). Diese Zielgruppenauswahl ermöglicht einen repräsentativen Überblick über die österreichische Unternehmenslandschaft.Die überdurchschnittlich hohe Rücklaufquote von 23,2 Prozent zeigt die große Bedeutung zeitgemäßen Rekrutierungsverhaltens.
Josef Zotter: „Gesamtwirtschaft muss qualitatives Wachstum anstreben“
Die Initiatoren und Unterstützer der österreichischen Nachhaltigkeits- und Krisen-Bewältigungs-Deklaration „Bad Blumauer Manifest“ treten zum ersten Jahrestag mit einer neuen Forderung an die Öffentlichkeit: In Anbetracht der ungesunden Kräfteverhältnisse auf nationalen und internationalen Märkten müsse es zu einer „Dezentralisierung der Wirtschaft“ kommen. Konkret wird eine Besinnung auf kleinere, mittelständische Einheiten gefordert, „die von den Banken adäquate Finanzierungen erhalten“.
Globale Riesen und Shareholder Value liegen derzeit zu stark im Trend, kritisieren die Initiatoren Robert Rogner jun. (Rogner Tourismusbetriebe), Johannes Gutmann (Sonnentor) und Josef Zotter (Zotter Schokoladen Manufaktur) anlässlich des Einjahresjubiläums. Dass Wirtschaftserfolge nur mehr in Wachstumsraten definiert werden, würde die Erde und ihre Ressourcen innerhalb kurzer Zeit erschöpfen, warnt Zotter. Er setzt sich für ein „qualitatives Wachstum“ ein, bis ein ausgeglichener ökologischer Fußabdruck erreicht ist.
EU-Kommission folgt Vorschlägen des deutschen WdF-Partnerverbandes
DIE FÜHRUNGSKRÄFTE, ein deutscher Schwesternverband des WdF, hat sich erfolgreich in die Diskussion zur neuen Wachstums- und Beschäftigungsstrategie der EU eingeschaltet. Im Rahmen des europäischen Konsultationsverfahrens zur EU2020-Strategie wurde eine wesentliche Position des Berufsverbands übernommen. Demnach soll die Arbeitslosigkeit in den EU-Mitgliedsstaaten unter anderem dadurch bekämpft werden, dass den Arbeitsuchenden grenzüberschreitend und EU-weit freie Arbeitsplätze angeboten werden. Diesen Gedanken hat die EU-Kommission nun in ihrer Konkretisierung der EU2020-Strategie aufgenommen und den Zugang zu freien Arbeitsplätzen in allen Mitgliedsstaaten als Kernelement dieser Strategie definiert.
Unmut über Steuerhöhe - Abgaben und Bürokratie als Hürden genannt
Peter Hirschfeld (Foto), Gründer und Geschäftsführer der UIK-Austria, präsentierte gemeinsam mit Mag. Birgitta Wallner (YouGovPsychonomics AG) die aktuelle Studie „Turnaround 2010".
Die Antworten von rund 1.000 KMU, alle mit zwischen einem und 250 Mitarbeitern, wurden ausgewertet und zeichnen ein deutliches Stimmungsbild des „Rückgrats" der österreichischen Wirtschaft.
Das Besondere dieser Studie - sie ist unabhängig von Parteien und Interessensvertretungen.
BCG-Studie „Organisation 2015": Komplexe Regelwerke schaffen nur Frust
Was macht ein langfristig erfolgreiches Unternehmen aus? Für ihre Studie "Organisation 2015" befragte die Unternehmensberatung The Boston Consulting Group (BCG) über 1.000 Führungskräfte und Organisationsspezialisten in Österreich, Deutschland und der Schweiz und kommt zum Ergebnis: Die wahren Unterschiede zwischen mittelmäßig bis guten Firmen und exzellenten, langfristig erfolgreichen Unternehmen zeigen sich in "weichen" Faktoren wie Führungskultur und Mitarbeitermotivation. Einfache robuste Strukturen erweisen sich als krisenresistenter und profitabler.