Druckansicht - Montag 6. September 2010
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Die WdF-Schwerpunktthemen


Die Erarbeitung von WdF-Positionen zu den Schwerpunktthemen – das steht im Zentrum der WdF-Arbeitsgruppen. In den Arbeitsgruppen diskutieren Führungskräfte aus unterschiedlichsten Wirtschaftsbereichen aktuelle Themen, die Manager betreffen. Sie formulieren die Position des WdF und planen Aktionen wie Vortragsreihen, Presse- oder Lobbyinggespräche und Artikelserien. Die Bundesgeschäftsstelle unterstützt durch Recherchen, Formulierung und Umsetzung der Aktionen.

 

 

Manager und Vorsorge: Denkwerkstatt St. Lambrecht

 

Wohin die betriebliche Vorsorge in Zeiten höherer Lebenserwartungen steuert, war Gegenstand der von Dr. Johannes Martinek (vinis) und dem WdF initierten Denkwerkstatt im heurigen April. Für alle, die dem spannenden Symposium nicht beiwohnen konnten, sind die 14 Expertenbeiträge nun auch als Buch-Nachlese erhältlich.

 

unknownDie Vorstellung des Bands, erschienen im Neuen wissenschaftlichen Verlag (NWV), nahm der wissenschaftliche Leiter der Tagung, Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mazal, vor. Statements weiterer Autoren, darunter  Bevölkerungsexperte Univ.-Prof. Dr. Rainer Münz und Dr. Otto Farny (AK), schlugen den Bogen zur aktuellen Situation der privaten und staatlichen Vorsorge. Vor allem Letzterer unternahm es gemeinsam mit VBV-Vorstand Mag. Günther Schiendl die Problematik der Finanzmärkte für die Anlage-finanzierten Pensionen auszuloten.

 

Für das WdF unternahm es Bundesvorsitzender Dr. Paul Jankowitsch, in seinem Buchbeitrag die gesellschaftspolitischen Folgen aus Österreichs älter werdender Gesellschaft zu beleuchten. Der Wunsch nach einer Regierung, die in diesem Bereich endlich Anpassungen an die gestiegene Lebenserwartung und variablere Einzahlungsformen vorsieht, wird darin deutlich. Sein Scluß-Appell lautet „endlich vom Erkennen zum Handeln kommen“.  

 

Übrigens: 2009 findet die Denkwerkstatt St. Lambrecht zum Thema Risiko und „Eigenverantwortung – das Ende der Solidarität“ von 22. bis 24. April statt, Voranmeldungen sind bei der Organisatorin Mag. (FH) Petra Pichler unter zeitraum@vbv.at möglich.

 


Das Buch

 

Ohne grobe Einbußen an Status und Einkommen in den Ruhestand zu treten wird gerade für Manager zunehmend schwierig. Selbst bei entsprechender Eigenvorsorge. Wie das „Drei-Säulen-System“ aus staatlicher, betrieblicher und privater Vorsorge auf den Umbruch reagiert, wird in den 14 Beiträgen beleuchtet. Neben den oben bereits erwähnten Themen finden sich die unterschiedlichsten Blickwinkel auf dieses essentielle Thema: Pflegewesen (Manfred Müllner), Zeitwertkonten (Walter Tancsits), Kapitalmärkte (Johann Kernbauer), aber auch die Sicht des Aktuars (Klaus Wegenkittl) und die Gedanken Pater Gerwig Romirers, um nur einige zu nennen. Neben einem idealen Einstieg in die Thematik der Vorsorge entstand so auch ein bewusst inter-disziplinäres Füllhorn an Konzepten, Ideen und Modellen für einen überlegten Ausbau und eine qualitative Verbesserung des Systems der betrieblichen. Themengebiet lenken.

 

Johannes M. Martinek/Wolfgang Mazal (Hg.), „Altersvorsorge: Vom 3-Säulen-Modell zum Schichtenmodell“, Tagungsbericht Denkwerkstatt St. Lambrecht 2008, 978-3-7083-0562-2, 146 Seiten, € 38,80

 

 

 

 

ARCHIV

 

Lesen Sie hier die Stellungnahme zur Gesundheitsreform

 

WdF-Position Gesundheitsreform

 



Spannungsfeld Personalarbeit

 

unknownÖsterreichs Treffpunkt für HR-Manager, die „Personal Austria", stand allen WdF-Mitgliedern auch heuer wieder kostenlos offen. Neben diesem Mitglieder-Vorteil lockte Anfang Oktober aber auch der WdF-Vortrag im Praxisforum ins Wiener Austria Center.  Dem Spannungsfeld der Personalarbeit im öffentlich-rechtlichen Krankenhausbereich widmete sich Dr. Manfred Ritthammer. Der Personaldirektor der burgenländische Krankenanstalten-Gesellschaft „Krages" stellte damit den Personal-Bereich, der immerhin 67% aller Kosten für die Spitalserhalter ausmacht, in den Mittelpunkt.

 

Neben interessanten Fakten (so zählt allein der Wiener Erhalter KAV 36.000 Mitarbeiter) beleuchtete Dr. Ritthammer auch die Management-Seite. „Reibungsverluste" seien im Prinzip der kollegialen Führung (bestehend aus ärztlichem und kaufmännischem sowie dem Pflege-Leiter) nicht zu vermeiden: „Fachlich kann der Primar der Pflegeschwester Weisungen erteilen, wann sie auf Urlaub geht, bestimmt er allerdings nicht". Auch das Weisungsrecht gegenüber den Hebammen sei in den Bundesländern unterschiedlich geregelt, ähnliches gilt für die lohnverrechnerische Betrachtung der Sonderklasse-Gebühren von Ärzten.  

 

WdF-Präsidiumsmitglied DI Stephan Jansen, an dessen Messestand (SAM Headhunting) der Nachmittag ausklang, dankte für den faktenreichen Einblick in die spezielle Situation der HR-Verantwortlichen im Gesundheitssektor.


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