2016 | Hochrisikojob CEO

MANAGER-MONITORING FEBRUAR 2016

In unserer Blitzumfrage „Hochrisikojob CEO“ wollten wir von den WdF-Mitgliedern u.a. wissen, wie sie die Reputation von Managern in der Öffentlichkeit wahrnehmen.

Eingangs wollten wir von den 291 Befragten wissen, ob ihrer Meinung nach TOP-Manager und Leistungsträger mit Vorverurteilungen durch Medien und der Öffentlichkeit ausgesetzt sind. Die große Mehrheit (76,92 %) beantwortete diese Frage mit „teils/teils – nur in bestimmten Fällen“. Knapp 20 % sehen Manager in der Öffentlichkeit als vorverurteilt an, nur 3,17 % stimmen dem nicht zu.

65 % der Teilnehmer beurteilen die Reputation der Führungskräfte positiv, wohingegen 31 % der Meinung sind, dass das Bild der österreichischen Entscheidungsträger verbesserungswürdig sei.

Frage 3: „Welche Faktoren beeinflussen Ihrer Meinung nach die aktuelle Stimmungslage der österreichischen Manager und Leistungsträger positiv oder negativ?“

Um ein aktuelles Stimmungsbild der Führungselite zu bekommen, wollten wir von den Mitwirkenden erfahren, welche der genannten Faktoren sich positiv bzw. negativ auf die Stimmung auswirken.

  • ​Reformwille der Politik: Knappe 70 % sind der Meinung, dass dieser Faktor die Stimmung negativ beeinflusst
  • Personenbezogene Medienberichte beurteilen 44,60 % der Teilnehmer als neutralen Faktor, die Mehrheit (49,55 %) sieht dies positiv
  • Wirtschaftsstandort – Rahmenbedingungen: Für 56 % haben die Rahmenbedingungen des Wirtschaftsstandortes einen negativen Einfluss auf die Stimmungslage
  • Bildungssystem – Wettbewerbsfähigkeit: Knappe 51 % sehen auch hier Handlungsbedarf und beurteilen das aktuelle Bildungssystem als negativen Faktor
  • Einkommen / Gehälter: Als neutralen Einfluss sehen 38,03 % der Befragten die Gehälter der österreichischen Entscheidungsträger
  • Wirtschaftswachstum: 46, 95 % der Befragten beurteilen das Wirtschaftswachstum als positiven Faktor der Stimmungslage der Manager


Bei der vorletzten Frage haben wir abgefragt, welche Faktoren am ehesten einen Reputations- oder Karriereverlust zur Folge haben. Hierbei waren Mehrfachnennungen möglich. Nachstehend finden Sie die TOP 5 „Reputations- und Karrierekiller“ aus der Sicht der teilnehmenden Führungskräfte:

  • 69,83 % Unausgeprägte Führungs- und Kommunikationsverhalten
  • 56,98 % Mangelnde Leadership-Qualitäten
  • 46,93 % Unzureichende Ziel- und Ergebniserreichung
  • 44,69 % Fehlende Qualifikation
  • 45,25 % Unprofessionelle Öffentlichkeitsarbeit

Abschließend wollten wir wissen, ob den befragten Personen ein Fall aus ihrem Umfeld bekannt ist, der aufgrund einer medialen Vorverurteilung zu einem Reputations- und/oder Karriereverlust geführt hat. Hierbei gaben 47, 17 % an, eine betroffene Person zu kennen, 52, 83 % hingegen ist niemand bekannt.

WdF-Frühlingsempfang im Kunsthistorischen Museum Wien

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