Vorarlberg

Entwicklung und Aussichten des Finanzplatzes Liechtenstein

Impulsvortrag Dr. Alexander Putzer, Raiffeisen Privatbank Liechtenstein

08.02.2017, 18:20 Uhr

 


Landesvorsitzender des WdF Michael Walser und Vorstand der Raiffeisen Privatbank Liechtenstein Alexander Putzer

Das Wirtschaftsforum der Führungskräfte hat diesmal ins benachbarte Liechtenstein geladen. Dir. Alexander Putzer, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen Privatbank Liechstenstein, referierte zum Thema „Der Standort Liechtenstein & Herausforderungen für Banken“.

WdF Landesvorsitzender Michael Walser bedankte sich bei Dir. Putzer für die Einladung an das WdF, die Alexander Putzer bei seinem Eintritt ins WdF im Jahr 2016 ausgesprochen hatte.  Walser betonte, dass gerade an die Führung einer Bank angesichts der sich geänderten wirtschaftlichen und regulatorischen Anforderungen eine besonders herausfordernde Aufgabe darstellt. Die Zukunftsaussichten des Finanzplatzes Liechtenstein sind angesichts der Nähe und der vielen Grenzgänger auch für Vorarlberg von besonderer Bedeutung.

Dr. Alexander Putzer startete mit den wichtigen Meilensteinen für Liechtenstein. Im Jahr 1806 wurde Liechtenstein ein souveräner Staat und im Jahr 1852 erfolgte der Zollvertrag mit Österreich. Nach dem Zerfall der österreichisch-ungarischen Monarchie wendete sich Liechtenstein mehr von Österreich ab und schloss im Jahr 1924 mit der Schweiz einen Zoll- und Währungsvertrag. 1991 erfolgte der Beitritt zur EFTA und 1995 der Beitritt zum EWR.

Im Jahr 1861 erfolgte die Gründung der ersten Bank, der heutigen Liechtensteinischen Landesbank. 1920 wurde die LGT und im Jahr 1956 wurde die Verwaltungs- und Privatbank gegründet. Ab 1998 folgte die Gründung zahlreicher Auslandsbanken aufgrund der Öffnung im Rahmen des EWR. Die Raiffeisen Privatbank Liechtenstein war eine der ersten Auslandsbanken.

Das Jahr 2009 brachte mit der Liechtenstein Declaration – dem Bekenntnis zum OECD-Standard bei der Kooperation in Steuerangelegenheiten eine bedeutende Änderung. Viele weitere Schritte folgten und 2015 unterzeichneten die EU und Liechtenstein das Abkommen über den automatischen Informationsaustausch (AIA).

Dir. Putzer betonte, dass Liechtenstein der einzige Staat weltweit ist, der keine Staatsschulden, sondern ein Reinvermögen und noch dazu ein AAA Rating hat. Um die einzigartigen Vorteile des Finanzplatzes zu betonen erfolgen koordinierte Kommunikationsmaßnahmen der Regierung und des Bankenverbandes. Der Wandel des Standortes und die öffentliche Wahrnehmung der Banken sind laut Dir. Putzer die maßgeblichsten Herausforderungen.

Alexander Putzer sieht die zentrale Aufgabe in der Führung im Fokussieren auf den Kunden und den Erhalt der Stabilität. Vize-Direktor Jürgen Kammerer betonte, dass die Mitarbeiter starke Teamplayer sind und der Erfolg der Gesamtbank und des Teams immer im Vordergrund steht.

Anschließend führte Jürgen Kammerer die Gäste durch die Räumlichkeiten der Bank. Die Räumlichkeiten sind weniger pompös ausgestaltet als bei anderen Privatbanken und nach Walser Siedlungen wie beispielsweise Zermatt benannt. Durch die Bodenständigkeit der Walser (analog dem Mutterhaus der Walser Privatbank im Kleinwalsertal) unterscheidet sich die Raiffeisen Privatbank Liechtenstein mit Ihren Mitarbeitern markant von anderen Privatbanken in Liechtenstein.

Den schönen und interessanten Abend genossen neben den WdF Vorstandsmitgliedern Herbert Huber (Sunnahof) und Jürgen Kaufmann (Sparkasse Bregenz) u.a. auch die Personalprofils Andreas Stieger (Raiffeisen Landesbank) und Claus Müller (Walser Personal Management), Vermögensverwalter Christoph Wirnsperger (W&L Asset Management), Werner Zydek und Günter Kurzemann sowie die YLF-Mitglieder Daniel Mangold und Johannes Thissen (beide Doppelmayer Seilbahnen).

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