Vorarlberg

Leadership. Führung beginnt bei dir

24.05.2018, 18:00 Uhr

„Was macht die Führungskraft von morgen erfolgreich?“ war der Leitgedanke bei der Entwicklung des Curriculums für unser 4teiliges Leadership-Training für Nachwuchsführungskräfte. Am 24. Mai 2018 fand die Abschlussveranstaltung im Bildungshaus Batschuns statt, bei der wir den 10 Teilnehmenden des 1. Jahrgangs 2017/18 ihre Teilnahme-Zertifikate überreichen konnten – und ernteten große Zustimmung für Konzept und Umsetzung des Formats.

Dass sich auf Einladung des Landesvorsitzenden Mag. (FH) Michael Walser 4 erfahrene Trainer zusammenfanden und in mehrmonatiger Vorbereitung ein gemeinsames Konzept entwickelten ist das Eine. Dass dieses Konzept bei den Teilnehmenden, den Trainern und im Landesvorstand auf derart positives Echo stieß, ist eine andere Sache. Das Erfolgsrezept?

Führung morgen.

Wir sind keine Propheten. Gleichzeitig können wir heute bereits mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass die Führungskraft von morgen vor allem eine Fähigkeit mitbringen wird müssen: Die Fähigkeit, im Wandel zu bestehen. Lösungskonzepte von gestern bieten kaum mehr die Sicherheit, unter sich ständig verändernden Rahmenbedingungen erfolgreich zu sein. Dabei kommt der Führungspersönlichkeit eine Schlüsselrolle zu. Sie ist zunehmend herausgefordert, mit Gegensätzen konstruktiv umzugehen: Flexibel, offen, neugierig – und gleichzeitig stabil, strukturiert, bodenständig. Mutige Entscheidungen wollen getroffen weden und gleichzeitig sollen wir ein gutes „Gespür“ für das rechte Maß und den angemessenen Ton entwickeln.

Mit einem Wort: Es wird persönlich – sehr persönlich mitunter.

Den Teilnehmenden eine Möglichkeit zu bieten, sich selbst besser kennen zu lernen und auf dem eigenen Entwicklungsweg mutig einen Schritt nach dem anderen zu gehen, das war das Ziel unseres Angebotes.

Führung beginnt bei dir!

Nach Vorgesprächen und der Auswahl der Teilnehmenden im Herbst 2017 fand am 17. Januar das erste Modul dieses Zyklus statt. Nach einem kreativen Auftakt mit allen beteiligten Trainern richteten wir den Fokus ganz nach Innen:

Was macht mich als Führungskraft aus? Was beschäftigt mich im Führungsalltag? Welche ganz konkreten Erfahrungen treiben mich an ... oder behindern mich? Wie aus Mosaiksteinchen der Selbstreflexion konkrete Ziele werden, zeigte der Koordinator des Trainingszyklus Michael Defranceschi in Modul 1: Selbstführung.

Dieser Einstieg war ganz schön steil. Würden sich die Teilnehmenden darauf einlassen? Ja. Das haben sie.

Einen Monat später – im Februar 2018 – bot Manfred Rünzler mit Modul 2: Der Weg zum Leadership den Rahmen für den offenen Austausch über Führungskultur und Führungsziele. Was ist das eigentlich – Führungs-KRAFT? Gemeinsam mit den Teilnehmenden wurden Vertrauen, Klarheit und Verbindlichkeit als zentrale Werte und die Führungskraft als erste/r Ansprechpartner/in in der Personalentwicklung identifiziert.

In Modul 3: Kommunikation & Kooperation öffnete Thomas Fleischmann im März den Blick dafür, was Zusammenarbeit heissen könnte. Seinen Überblick über die aktuellen Kommunikations-, Kooperations- und Organisationsmodelle machte er den Teilnehmenden in praktischen Übungen erlebbar.

Mit dem abschließenden Modul 4: Führung und Innovation schloss sich der Kreis: Unter der Anleitung von Martin Wolf beschäftigten sich die Teilnehmenden mit den Fragen, wie man Veränderung wahrnimmt, wie man damit umgehen kann und wie man innovativ und evolutionär agiert. Zum Beispiel, indem man sich einmal bewusst der Stille aussetzt und „nach Innen“ hört.

Andrea Ruckendorfer, MAAndrea Ruckendorfer, MA – Geschäftsführerin der Tourismus und Stadtmarketing Hohenems GmbH: „Dieses Angebot war für mich und meine persönliche Entwicklung enorm wertvoll. Ich habe die Impulse der Trainer und den Austausch mit den anderen Teilnehmenden sehr geschätzt und freue mich, wenn wir auch weiterhin in Kontakt bleiben.“

Was bringt’s?

Wie sich unser Trainings-Zyklus im konkreten Führungsalltag auswirkt, wollten wir wissen. – Und unsere Teilnehmenden berichteten in „Tischgesprächen“ mit den Trainern von ganz praktischen Erfahrungen im Führungsalltag, z.B. mehr Konsequenz in der Delegation. Das Training habe den Blickwinkel erweitert und zu mehr Mut und Sicherheit im persönlichen Kontakt mit den Mitarbeitenden geführt.

Besonderen Herausfordungen stellten sie sich in der Kommunikation mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, vor allem im Konfliktfall. Weitere Entwicklungsfelder wurden im Begleiten von Veränderungsprozessen und im Aufbau förderlicher Strukturen gesehen: Themen also, mit denen auch erfahrene Führungskräfte konfrontiert und herausgefordert sind.Mag. Werner Grabherr

Mag. Werner Grabherr – Cheftrainer SCR Altach: „Ich bin sehr froh, dass ich an dieser Workshop-Reihe teilnehmen konnte. Sie hat mich dazu herausgefordert, mein eigenes Führungsverhalten ernsthaft zu reflektieren und mir unbezahlbar wertvolle Impulse gegeben.“

Der Schlüssel zum Erfolg

Neben den Impulsen durch das Trainerteam wurde der Erfahrungsaustausch unter Gleichgesinnten als größte Ressource empfunden. Zusätzlich zum kollegialen Austausch wrden Mentoring- und Coaching-Angebote sowie professionelle Prozessbegleitung als untestützend wahrgenommen.

Der eigentliche Schlüssel zum Erfolg liegt jedoch im Schaffen von Freiraum für die Selbstreflexion. Denn wie schon Drucker wusste:

„Nur wenige Führungskräfte sehen ein, dass sie letztlich nur eine Person führen müssen, nämlich sich selbst.“

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