Bund

"Optimaler Wissenstransfer"

17.04.2018, 18:30 - 22:00 Uhr

WdF_Wissentransfer_Oetzelt_Pracher_Kaltenegger_Marek_Krennmair_Füreder_Hammerer

Wissenstransfer zwischen Positionen und Generationen. Angeeignetes Expertenwissen, akkumuliertes Wissen durch langjährige Berufserfahrung bestmöglich für ein Unternehmen zu sichern, ist ein wettbewerbsrelevanter Faktor. Verwertbare Wissensquellen zum richtigen Moment für positive Entscheidungsfindungen abrufen zu können, zeigt von einer vertrauensvollen und durch Loyalität geprägten Unternehmenskultur. Eine „gesunde“ Unternehmenskultur allein genügt jedoch nicht. Es müssen auch die strukturellen Voraussetzungen vorhanden sein, damit der Informationsfluss ohne erkennbare Barrieren erfolgen kann. Ebenfalls müssen technischen Möglichkeiten, Stichwort BIG Data, erkannt und genutzt werden, um Wissen zu speichern und bei Bedarf abrufen zu können. Neben der Kultur, der Struktur und der Technik spielt die Emotion in der Wissensübertragung eine entscheidende Rolle. Insbesondere bei Übernahmen von Führungspositionen durch Neubesetzungen oder bei Generationswechsel wird dieser Aspekt viel zu wenig Bedeutung zugemessen.

Wie gelingt der optimale Wissenstransfer?

Nach einer Begrüßung durch Bundesgeschäftsführer Wolfgang Hammerer diskutierten dazu am Podium:

Fritz Kaltenegger | Sprecher der Geschäftsführung café+co: "Wissen kann man kaum wissen, das muss man erfahren. Wissenstransfer findet oft beim "Häferlkaffee" statt, hier sind die Unternehmen gefordert Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen. Auf die gemeinsame Form der Kommunikation und eine gemeinsame Gruppensprache muss geachtet werden - wesentliche Elemente sind vielleicht nicht deutsch."

Gerhard Krennmair | Director Cards & Systems: "Eskalationsmanagement ist immer eine große Chance, denn der Kunde, der Probleme hat ist gleichzeitig der beste potenzielle Neukunde. man muss für seine Zielgruppen die richtigen Werkzeuge finden, wünschenswert wäre eine Kombination aus technologischen und menschlichen Dingen. Es gibt zu viele Prozessdenker und zu wenig emotionale Intelligenz."

Christine Marek | AR-Vorsitzende Bundesimmobiliengesellschaft: "Wissenstransfer passiert in angstfreier Umgebung, fördernd hierfür sind Wertschätzung, Meinungen erfragen und auch ein guter informelle Umgang. Wenn jemand auf seinem Wissen sitzt, glaubt er, er mache sich dadurch unentbehrlich, was aber nicht stimmt. Bei unterschiedlichen Kulturen gibt es auch unterschiedliche Umgangsformen zu beachten. Es ist immer von Vorteil, den Hintergrund der handelnden Personen zu kennen."

Johannes Pracher | Geschäftsführer KEPLER SOCIETY Karrierecenter - YLF-Vorstand Oberösterreich:" Die Weitergabe von Wissen ist unter den Studierenden oft höher als zwischen Student und Lehrer. Die Art und Weise der Wissensvermittlung muss angepasst werden. Viele Lehrgänge werden über Livestream und per Video abgehalten. Bei der Aufnahme von Wissen ist "Intervalltraining" von Vorteil, dass heißt, man soll nicht im eintönigen Rhythmus lernen, sondern lerntechnisch Akzente setzen."

Der Abend wurde moderiert von Rudolf Oezelt.

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