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Pressegespräche/-Konferenzen

WdF-Gesundheitsstudie 2021

Andreas Zakostelsky mit Felix Josef

40. WdF-Einkommensstudie: Corona als zentrales Thema auch bei Führungskräften.

Führungskräfte stellen sich aktuell besonders hohen Anforderungen, Belastungen und betrachten das in aller Regel als Teil des Jobs.

Für die Erstellung der 40. WdF-Einkommensstudie wurden die Angaben von 626 Führungskräften aus der ersten und zweiten Führungsebene durch das Marktforschungsinstitut TRICONSULT gesammelt und ausgewertet. Zentrales Ergebnis: Corona ist auch im zweiten Jahr der Pandemie für die Führungskräfte eine Herausforderung. Acht von zehn Führungskräften sagen, dass sie die Krise sehr herausgefordert bzw. gefordert hat. Das führt zu teils erheblicher Mehrarbeit.

Für 17 % (sehr belastet) bzw. 35% (eher belastet) der Befragten war sowohl die psychische wie auch die physische Belastung entsprechend deutlich spürbar. Für zwei Drittel ist es selbstverständlich, dafür nicht extra honoriert zu werden. Nicht alle Branchen und Unternehmen sind von der Krise betroffen. Dort wo Erfolge erzielt werden, werden die Führungskräfte entsprechend honoriert. „Über 70% der Führungskräfte waren während der Pandemiezeit mit viel mehr bzw. mehr systemkritischen Entscheidungen konfrontiert. Dieser Faktor widerspiegelt eindrucksvoll den höheren Belastungsfaktor. Dadurch hat sich die (subjektive) Belastung seit der ersten Messung im Sommer 2020 noch einmal deutlich gesteigert. Gesondert abgegolten wird das eher selten“, so Mag. Andreas Zakostelsky, WdF-Bundesvorsitzender.

Gender-Pay-Gap wird geringer

68% der Führungskräfte der ersten Ebene (zuletzt 65%) erhalten einen wesentlichen Teil ihres Einkommens erfolgsabhängig, in der zweiten/dritten Ebene sind es 74% (zuletzt 72%). Hauptkriterien waren hier Gewinn (1. Führungsebene) und Zielerreichung (2. Führungsebene). Die Gesamteinkommen der Führungskräfte (netto) sind von 2019 auf 2020 um 2.700 Euro gestiegen und liegen damit bei 118.200 Euro netto. Dieser Vergleich der tatsächlich verfügbaren Einkommen, also der Netto-Einkommen, zeigt als Nebeneffekt eine sehr erfreuliche Entwicklung: Der Gender-Pay-Gap ist in den letzten 15 Jahren deutlich geringer geworden. Waren es 2004 für Frauen noch fast 25% weniger Einkommen, sind es zuletzt (2019) 16,3% gewesen. Es bleibt noch etwas zu tun, die Richtung aber stimmt, ergänzt Zakostelsky.

Fast ein Viertel der Top-ManagerInnen fährt elektrisch oder Hybrid

Beim wichtigsten Fringe Benefit – dem Dienstfahrzeug – hat das WdF diesmal die Antriebsart erhoben. Dazu WdF-Bundesvorsitzender Mag. Andreas Zakostelsky: „Weil die Klimakrise auch in der Pandemie keine Pause einlegt, haben wir erstmals den Antrieb der Dienstautos in Österreichs Führungsetagen erhoben. Fast ein Viertel der Top-ManagerInnen fährt elektrisch (8%) oder Hybrid (15%). Angesichts eines Anteils von 0,9% bei Elektroautos und 1,6% bei Hybrid-Fahrzeugen in der Gesamtbevölkerung kann man durchaus von einer Vorbildwirkung der Führungskräfte sprechen.

In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle wird die Pensionszusage des Arbeitgebers über eine Pensionskasse finanziert. Vor allem bei den Top-ManagerInnen entfallen erhebliche Anteile der Finanzierung auch auf Versicherungen bzw. Rückstellungen. Eigene Beitragsleistungen zur betrieblichen Altersvorsorge werden in (geringem) Ausmaß eher von Führungskräften der zweiten und dritten Ebene geleistet, führt Zakostelsky weiters an.

Die Kurzfassung der WdF-Gesundheitsstudie 2020 zum Download

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