Stimmungsbilder unserer Führungskräfte

01.04.2020

WdF-Bundesvorsitzender Andreas Zakostelsky zu Rolle der heimischen Führungskräfte in der Coronakrise.

Die Betriebe und die heimischen Führungskräfte unterstützen die Bundesregierung und damit die Menschen im Land so gut sie können. Führungskräfte sind in diesen Tagen ganz besonders gefordert. Sie müssen trotz Unsicherheit und nicht absehbarem Ausmaß der Krise die Betriebe und ihre Mitarbeitenden vor der realen Infektion durch das Coronavirus, aber auch vor der wirtschaftlichen „Infektion“ durch die Krise schützen, sie müssen ihre Mitarbeitenden beruhigen und einen kühlen Kopf bewahren.
Krisen sind immer sehr Kommunikationsintensiv. Auch wenn man natürlich nicht genau wissen kann, was kommt, kann man zumindest klar kommunizieren, was als nächstes zu tun ist und auch den groben Überblick vermitteln. Und es gilt nach außen und innen mit einer Stimme zu sprechen. Ich empfehle klare Botschaften: Manager sollen nicht schönreden, aber auch nicht dramatisieren. Wobei es vor allem um das Gesamtbild geht – alle Details kann man in der Krise nicht kommunizieren. Das macht gar keinen Sinn. Wir alle versuchen, in der Krise verstärkt das Gespräch zu suchen – im Home Office, in Quarantäne sollte die Führungskraft aktiv das Telefonat suchen um Sicherheit zu geben und den Kontakt aufrecht zu erhalten.

Das vollständige Interview finden sie hier.

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Führungskräfte stehen vor großen Herausforderungen und haben gerade jetzt viel Verantwortung für die Mitarbeiter/Innen und Unternehmen im „Corona-Zeitalter“. Wir haben nachgefragt:

Frage 1: Welche persönlichen Erfahrungen haben Sie bisher seit Inkrafttreten der neuen Gesetze gemacht?

Frage 2: Wie wird die Situation in Ihrem Unternehmen gehandhabt?

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Thomas Hudribusch |Gründer pre-Startup

Die Einschränkungen durch die Corona-Krise haben mich genau in der Zeit meiner Unternehmensgründungsphase erwischt. Dadurch hatte ich die Möglichkeit, noch einmal genau über meine nächsten Schritte nachzudenken und zu beobachten, wie Führungskräfte mit dieser Herausforderung umgehen. Ich denke, dass die aktuelle Situation gezeigt hat, wie schnell sich Unternehmenskulturen verändern können, wenn es die Situation erfordert. Für diese Veränderung benötigt es Führungskräfte mit mentaler Stärke und Weitblick, um Mitarbeiter zu überzeugen und Zusammenhalt im Team zu stärken. Es bleibt zu hoffen, dass Unternehmen aus alteingesessenen Mustern ausbrechen und sich intensiver mit möglichen Herausforderungen beschäftigen, um nachhaltig zukunftsfit zu bleiben.

Marcin Kotlowski | Geschäftsführer WH Medien GmbH

Diese Situation ist für alle Unternehmen und MitarbeiterInnen derzeit eine große Herausforderung. Nachdem anfänglich rund zwei Tage lang etwas Verunsicherung herrschte, haben wir uns alle rasch an die neuen Gegebenheiten angepasst. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der WH Media GmbH arbeiten von zu Hause. Die moderne Technik erlaubt, dass der Betrieb fast ungestört fortgesetzt werden kann, da unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auch unser Betriebsrat gemeinsam und konsequent an einem Strang ziehen. Dafür möchte ich mich hier auch herzlich bedanken.

Redaktionssitzungen, Besprechungen und Jour Fixes finden online statt. Die hohe Motivation und die Flexibilität unseres Teams kommen uns da sehr zu Gute. Wir erfahren wohl gerade alle, wie schnell sich Abläufe und Prozesse verändern lassen, wenn wir gar keine andere Wahl haben. Wir versuchen das Beste aus der Situation zu machen und haben bereits zu Beginn der Krise das Programm bei W24 an die neuen Gegebenheiten angepasst und neue TV Formate entwickelt.

Wir schauen aufeinander und halten zusammen, deswegen wollten wir in dieser schwierigen Phase gemeinsam mit der Wirtschaftskammer ein wenig Beständigkeit und Rückhalt geben und gemeinsam die Wiener Unternehmerinnen und Unternehmer unterstützen. Deshalb geben wir Firmen die Möglichkeit, ihre Waren oder Dienstleistungen unentgeltlich auf W24 zu bewerben. Dabei wollen wir möglichst viele vor den Vorhang holen. Die Unternehmen können bei uns ihren Onlinehandel oder besondere Angebote bewerben. Die Unternehmen und die regionalen Initiativen werden in der eigens dafür kreierten TV Sendung „Jetzt miteinand! Ich bin dabei!“ präsentiert.

Jeden Samstagabend wird eine Auswahl aktuell abgesagter Konzerte und Kulturveranstaltungen aus dem „Rabenhof TV-Studio“ gesendet. „Abgesagt? Angesagt!“ bringt W24 Kultur-Acts direkt ins Wohnzimmer. Das erklärte Ziel ist es, damit ein Signal an das Publikum und die Künstler zu schicken, dass die Wiener Kultur- und Veranstaltungsszene lebt und sich mit Kreativität und Optimismus kulturelles Neuland erobert um diese Krise zu überstehen. Schülerinnen und Schülern zeigt der „Lern-Planet von und mit Werner Gruber“ ein unterhaltsames wie lehrreiches Programm für zu Haus

Stefan Kotynek | Director Confectionery Department Esarom GmbH

In jeder Krise stecken immer Chancen! Wie zum Beispiel die Gelegenheit, gewohnte Strukturen zu hinterfragen oder neue online Kommunikationsformen zu etablieren, um weiterhin als Unternehmen zu performen. Genau in dieser Phase sind langjährige Kunden- und Lieferantenbeziehungen besonders essenziell, da flexible und spezifische Lösungen verlangt sind. Wer in der Vergangenheit positive Verbindungen zu anderen Unternehmen gepflegt hat, ist für der Krise gut gewappnet.

Der menschliche Aspekt steht im Vordergrund! Alle Mitarbeiter, Kollegen und Vorgesetzte, die gerade über sich hinauswachsen sind die wahren Helden dieser Krise! Hier sieht man sehr schnell, welche Menschen bei einer Herausforderung wie dieser hinter den Führungskräften stehen und als Team zusammenhalten, um die nötigen Aufgaben zu bewältigen. Als Mitarbeiter eines internationalen Lebensmittelindustriebetriebes aus Niederösterreich, kann ich voller Stolz berichten, dass mein Unternehmen hier vorbildlich reagiert hat und bereits frühzeitig entsprechende Maßnahmen getroffen hat. Als Teil dieses Familienunternehmens war zu beobachten, dass alle Mitarbeiter wie eine große Familie füreinander da waren und angepackt haben wo es notwenig war. Als Führungskraft erkennt man in genau diesen Situationen, ob man in der Zeit zuvor gut mit seinen Mitarbeitern und Kollegen umgegangen ist und ob man als Kapitän eine funktionierende und motivierte Crew an seiner Seite hat.

Alexander Rauscher | Eigentümer und Geschäftsführer accilium-Gruppe

Bereits am Dienstag den 10.03.20 haben wir im 3-Köpfigen Gründungsteam die Entscheidung getroffen per Freitag 13.03.20 die gesamte Teamarbeit an allen drei Standorten in Wien, Berlin und München komplett virtualisiert im Homeoffice fortzusetzen. Dementsprechend wurden wir von den Entscheidungen der Regierung nicht mehr überrascht. Da sämtliche Unternehmensprozess der accilium-Gruppe von Gründung an digital und cloudbasiert aufgesetzt sind, gab es keine technischen Herausforderungen bei diesem Schritt. Die Herausforderungen lagen darin, dass jeder für sich eine neue persönliche Tagesstruktur bei permanenter Homeoffice-Arbeit abgestimmt mit dem Familienleben finden musste. Für die die neu Form der Führungsarbeit, sowie die Projektarbeit mit den Kunden, haben wir kurzfristig Leitlinien und Methoden erarbeitet.

Als Beratungsunternehmen sind wir zum Teil von Auftragsrückgängen betroffen, so wie unsere Kunden selbst. Vorausschauend haben wir bereits am Freitag den 13.03.20 das interne COVID-19-Krisenmanagement aufgesetzt und begonnen unterschiedliche Szenarien zu antizipieren und auch zu kalkulieren. In der darauffolgenden Woche haben sich täglich die Negativ-Nachrichten zu den wirtschaftlichen Folgen durch COVID-19 überschlagen. So fühlt sich wohl ein Schiffskapitän bei stürmischer See mit gebrochenem Steuerrad.

In täglichen virtuellen Town Halls haben wir als Geschäftsführung geschlossen über die Entwicklungen und unsere Szenario-Überlegungen und deren Auswirkungen offen berichten. Raum zu geben für die zunehmenden persönlichen Ängste und Sorgen unserer Mitarbeiter waren uns dabei sehr wichtig. 
Die größte Herausforderung für uns als Entscheider war es, trotz der nicht abschätzbaren Dauer von COVID-19, grundlegende Entscheidungen für die nächsten Monate in einer Balance der wirtschaftlichen Konsequenz und der menschlichen Rücksicht zu treffen. 

Zwei Wochen später ist die accilium-Gruppe zwar, so wie viele andere Unternehmen, noch im Shut-Down-& Homeoffice-Modus, allerdings sind bereits alle Absicherungs-Maßnahmen umgesetzt und absolute Klarheit für jeden Einzelnen in der accilium-Belegschaft ist hergestellt. 
Das Schiff hat wieder einen stabilen Kurs und der Management-Fokus liegt wieder klar auf der Gestaltung der digitalen Zukunft und der Mobilität von morgen.

YLF-Bundesvorsitzender Stefan Tegischer | Kirchdorfer Industries GmbH

Als Leiter Recht haben mich die neuen Gesetze, Verordnungen und Erlässe ganz intensiv beschäftigt – und tun es weiterhin. Aktuell gilt es, etliche juristische Fragen von erheblicher Bedeutung gewissermaßen „aus dem Bauch heraus“ zu beantworten – bis dann in einer Woche eine abermals geänderte Rechtslage vorliegt. Ein so dynamisches Umfeld bin ich sonst nicht einmal vom Steuerrecht gewohnt. Als Führungskraft liegt mir viel daran, gerade in der Krise mit ruhiger Hand und kühlem Kopf voranzugehen. Meinem Team Orientierung zu geben, selbst wenn die aktuelle Situation für alle ungewohnt ist. Das hilft.
In unserem Unternehmen hat man frühzeitig darauf gesetzt, die Belegschaft in Gruppen einzuteilen, die sich zeitlich und räumlich voneinander abgrenzen. In den Büros wurde großflächig Homeoffice umgesetzt, in dem wir uns nun schon die dritte Woche befinden. Unser Krisenmanagement nehme ich persönlich als sehr professionell wahr, es gibt klare Verantwortlichkeiten und Kommunikationslinien. Die rechtlichen Unsicherheiten im Umgang mit Baustellen betrafen natürlich auch uns. Nachdem etliche Auftraggeber ihre Tätigkeiten eingestellt haben, wurde auch unsere Produktionstätigkeit gedrosselt. Teile der Belegschaft sind aktuell in Kurzarbeit. Dass große Bauunternehmen aktuell die Wiederaufnahme der Arbeiten auf ihren Baustellen vorbereiten, sollte auch zu unserem Nutzen sein.

Doris Wallner-Bösmüller | Geschäftsführerin Bösmüller Print Management GesmbH & Co. KG

Für uns als Hersteller von Druckprodukten, wie Verpackungen und Etiketten für die zur kritischen Infrastruktur zählende Lebensmittelindustrie, haben wir aktuell die Aufgabe, den stark erhöhten Bedarf zu decken, damit die Lieferkette, bis hin zu den KonsumentInnen, aufrechterhalten werden kann. Parallel dazu setzen Kunden aus anderen Branchen komplett aus, da ihre Geschäftstätigkeit still steht.  Damit all das gelingt, haben wir besondere Herausforderungen im Bereich der Rohstoffbeschaffung, Produktionsplanung sowie der Einhaltung aller Schutz- und Hygienemaßnahmen bei voller Produktion zu bewältigen. Wichtig dabei ist und war, einerseits die Sensibilisierung aller MitarbeiterInnen für die Umsetzung im beruflichen Alltag, von unseren Lehrlingen und jungen MitarbeiterInnen, bis hin zu den erfahrenen, langjährigen Mitgliedern unseres Teams und andererseits eine lebendige Kommunikation zu allen KollegInnen zu etablieren, die jetzt von ihren Home-Offices aus arbeiten. Dabei braucht es klare Zuständigkeiten und das Festlegen von Zielen, Abläufen, u.v.m. Das alles unter Zeitdruck, großer Ungewissheit und dabei doch klar und ruhig durchzuführen, um dem Team Sicherheit, Stabilität und neue Strukturen zu geben, das alles konnte ich gemeinsam mit meinem Geschäftsführungskollegen gut umsetzen. Teils stimmten und stimmen wir uns stündlich über unsere Schritte und Maßnahmen ab und durchdenken und berechnen ebenso viele Eventualitäten, um auf weitere rasche Umsetzungsschritte vorbereitet zu sein. Schritt für Schritt ist unsere Devise.

Sehr unterstützend habe ich mein gutes Netzwerk empfunden, nämlich im Speziellen darin, alle relevanten Informationen in jedem Bereich sehr rasch als Entscheidungs- und Umsetzungsgrundlage zur Verfügung zu haben.

Für unsere Mitarbeiter im Verkauf und Projektberatung haben wir die Devise rausgegeben. „Konzentrieren wir uns jetzt auf vier zentrale Themen“:

1. Halte Kontakt zu den KundInnen!
2. Finde neue Wege und Lösungen!
3. Erledige endlich den alten Kram!
4. Mache dich fit für den Ansturm nach dem Corona-Vakuum!

Wir erfahren wohl gerade alle, wie schnell sich Abläufe und Prozesse verändern lassen, wenn wir gar keine andere Wahl haben. Davon könnten wir lernen unsere Denk- und Glaubensmuster regelmäßig zu hinterfragen, auch in Zeiten, wo alles seinen gewohnten Lauf geht.

Zu der Auseinandersetzung mit den unweigerlich entstanden Ängsten, Unsicherheiten und der raschen Entscheidungen und Umsetzungen, nutzen wir jetzt die Chance, Beziehungen zu stärken, Gedanken neu auszurichten, Gewohnheiten zu überdenken und auf eine gesunde Ernährung, Bewegung, Pausen zu achten. Ich habe zudem dazu angeregt in konzentriertes Nachdenken und Vorausdenken neuer Produkte, Dienstleistungen, Kooperationen, Communities, Synergien, u.v.m zu gehen. Ich selbst nutze die Kraft und innere Ruhe, die ich aus meiner täglichen Meditationspraxis gewinne sehr, um durch meine Intuition geführt, durch diese herausfordernde Zeit zu gehen, mir über die jeweils richtigen Schritte ein klares Bild zu machen und um meine Visions- und Umsetzungskraft zu beflügeln – und wer daran nicht glaubt, könnte auch diesen alten Glaubenssatz gerade jetzt hinterfragen und es einfach mal ausprobieren.

Leopold Decloedt | Geschäftsführer Connect Sprachenservice GmbH

Das Selbstverständliche wird plötzlich weniger selbstverständlich: Persönliche Begegnungen werden durch Videokonferenzen ersetzt, auf der Straße sieht es jeden Tag wie am Sonntag aus und eine fast unheimliche Stille breitet sich über die Stadt aus. Die Maßnahmen der Regierung werden von den meisten Menschen befolgt und das Land hält zusammen. Ein großes Dankeschön an alle Menschen, die sich derzeit für andere Menschen einsetzen, insbesondere an Ärzte und pflegendes Personal.

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten von zu Hause. Die moderne Technik erlaubt, dass der Betrieb fast ungestört fortgesetzt werden kann. Die hohe Motivation und die Flexibilität unseres Teams kommt unserem Unternehmen jetzt noch mehr zu Gute als in weniger dramatischen Zeiten.

Die weltweit rasante Verbreitung des Corona-Virus wird zu nachhaltigen Verhaltensänderungen führen, die auch für die Übersetzungsbranche nicht ohne Folgen bleiben werden. Teilweise werden sich Unternehmen daran gewöhnen, Geschäfte auf virtuellen Messen abzuschließen, Verkaufsgespräche per Videokonferenz zu organisieren und den Kundenkontakt mittels Online-Tools aufrecht zu erhalten. Die charismatische und persönliche Wirkung eines Kundenbesuches vor Ort ist kaum gleichwertig durch Video-Tools zu ersetzen. Umso wichtiger wird die Rolle von professionell kultursensibel übersetzten Schriftstücken und Unterlagen werden. Die Tatsache, dass wir seit vielen Jahren in die Ausbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter investieren und wir uns darum bemühen, digitale Kompetenz mit menschlichem Fachwissen zu kombinieren, gibt uns die Möglichkeit den immer größer werdenden Bedarf an Übersetzungen von Menschen für Menschen, mit denen man Herz und Hirn seiner ausländischen Geschäftspartner erreicht, problemlos abzudecken.

Sven Rabe | Vorstandsvorsitzender, VAV Versicherungs-AG

Heute ist zwar erst der 10. Tag mit den neuen Corona Rahmenbedingungen, aber vieles funktioniert so gut, als wenn alles das Ergebnis eines lang geplantes Projektes wäre. Wie wir wissen, ist das aber ganz und gar nicht der Fall. In wenigen Stunden und Tagen hat die VAV eine funktionierende Home-Office Quote von 80-90% erreicht, in manchen Abteilungen sogar 100%. Trotzdem ist vieles anders. Die Häuser, einschließlich der Zulassungsstelle und dem Kundenbüro, sind geschlossen und weitgehend menschenleer. Im weiteren ein kurzer Überblick über die aktuelle Situation der VAV.

In dieser ersten Stufe der Entwicklung haben wir gemeinsam - aus dem Stand  - das mobile Arbeiten auf nahezu alle Kolleginnen und Kollegen ausgerollt. Dies mit einer vorbildlichen Flexibilität, und im Ergebnis über den geplanten und auch erhofften Rahmen hinaus. Das beginnt bei der Nutzung von privaten Laptops und Telefonen, zeitlicher Flexibilität und einer vorbildlichen Erreichbarkeit – trotz aller Herausforderungen, die auch  im privaten Bereich zu meistern sind. Für diesen Einsatz sprechen wir unseren ganz besonderen Dank und unsere Anerkennung an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus – jedem Einzelnen an seinem wichtigen Platz! Besonders zu erwähnen sind auch die Kolleginnen und Kollegen, die aufgrund weiterhin notwendiger Anwesenheit (Post, Druck, IT, Telefonie etc.) ins Büro kommen und „den Laden am Laufen halten“. Großartig und viel besser als in jedem Notfallplan skizziert!

Wo stehen wir heute als VAV? Alle Geschäftsprozesse der VAV funktionieren einwandfrei. Schäden werden wie gewohnt gemeldet, bearbeitet und auch bezahlt. Für Vertriebspartner und Kunden sind wir erreichbar und es erfolgen neben den sonstigen Geschäftsvorfällen auch Neuabschlüsse, die selbstverständlich in der gewohnten Weise polizziert und zugestellt werden. Auch sind wir laufend mit den Vertriebspartner in Kontakt. Veranstaltungen mit Vertriebspartnern wurden kurzfristig auf Webinare umgestellt. Das Geschäft läuft also wie gewohnt weiter, aber auf einem deutlich geringeren Niveau bei Neuanträgen und Storno.

Johann Schachner | CEO, Atos Österreich

Nachdem anfänglich noch Verunsicherung herrschte, haben sich die MitarbeiterInnen rasch an die neuen Gegebenheiten angepasst. Ihre Gesundheit und die Aufrechterhaltung der Services für unsere Kunden haben absolute Priorität für uns. Als Technologie-Unternehmen fällt es uns freilich sehr leicht, unseren Betrieb weitgehend auf Home- beziehungsweise Remote Office umzustellen. Das haben unsere MitarbeiterInnen – gerade jene, die noch zu betreuende Kinder haben, – bereits vor COVID-19 selbstverständlich genutzt, weil wir ihnen seit jeher die entsprechende technische Ausstattung zur Verfügung stellen, die dies ermöglicht. Durch den regelmäßigen Austausch in virtuellen Meetings wird die Teamarbeit gestärkt, eine gewisse Routine aufrechterhalten und auch der Isolation vorgebeugt. Ich bin sehr stolz darauf, dass das gesamte Atos-Team dabei hilft, durch die Einhaltung der notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus beizutragen – auch wenn die Situation für uns alle sehr belastend ist.

Für mich als CEO besteht die Herausforderung darin, Business Continuity zu gewährleisten und unseren Kunden uneingeschränkt zur Seite zu stehen, ohne jene MitarbeiterInnen zu gefährden, die „draußen im Feld“ arbeiten, etwa unsere vielen TechnikerInnen in unseren Rechenzentren oder bei Kunden, die eine kritische Infrastruktur betreiben. Wir haben viele Kunden aus den Bereichen Gesundheit, Telekommunikation, Infrastruktur, Behörden und dem Bankensektor, deren Leistungen für die Bewältigung der COVID-19-Krise in Österreich essenziell sind. Wir sind uns der Bedeutung unserer IT-Services für diese Kunden völlig bewusst.

Besonders wichtig ist uns auch, alle MitarbeiterInnen während der Krise in einem aufrechten Dienstverhältnis zu behalten. Wir arbeiten intensiv daran, durch ein kluges, zukunftsgerichtetes Krisenmanagement diese Ausnahmesituation auch unter ökomischen Gesichtspunkten zu überstehen. Daher bin ich der österreichischen Bundesregierung sehr dankbar für die transparente und sehr besonnene Kommunikation ihres Vorgehens sowie der notwendigen Maßnahmen – das hilft uns, die Krise zu überstehen und gibt Hoffnung für die Zeit danach. Im Namen der gesamten Atos-Gruppe Österreich möchte ich mich vor allem aber bei all jenen Frauen und Männern bedanken, die unter persönlichem Einsatz in dieser außergewöhnlichen Stresssituation für die Versorgung der österreichischen Bevölkerung sorgen – ob im Gesundheitssystem, im Handel oder der Pflege.

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Christoph Kränkl | Geschäftsführer SAP Österreich GmbH

Natürlich ist diese Situation für alle Unternehmen und MitarbeiterInnen derzeit eine große Herausforderung. Wir haben schnell gemerkt, dass das Wichtigste in dieser Zeit die regelmäßige Kommunikation ist – jeder möchte zeitnah informiert werden (Home-Office Regelungen, IT Equipment, etc..). Wir versuchen sowohl MitarbeiterInnen, Kunden und unsere SAP Partner schnellstmöglich mit aktuellen Informationen zu versorgen.

Es ist klar, es ist eine schwierige wie ungewohnte Situation, die wir nur gemeinsam meistern können, wenn jeder Einzelne auf den anderen schaut. Das spüre ich ganz stark und bin froh, dass die Maßnahmen der Regierung befolgt werden und unsere MitarbeiterInnen professionell ihrer Arbeit Zuhause nachgehen können.

Die Sicherheit und Gesundheit unserer MitarbeiterInnen hat für uns oberste Priorität – wir haben bereits letzte Woche allen MitarbeiterInnen die Möglichkeit gegeben, im Home Office zu arbeiten. Als IT Konzern bieten wir unseren MitarbeiterInnen seit Langem schon diese Möglichkeit, nun muss sie von allen genutzt werden. Durch unsere IT Infrastruktur stehen uns eine Vielzahl an virtuellen Möglichkeiten wie z.B. Skype oder Microsoft Teams zur Verfügung – das gewährleistet weiterhin intern und extern eine funktionierende Kommunikation. Durch regelmäßige Kommunikation untereinander und mit den Führungskräften haben wir einen guten Überblick, wie es unseren MitarbeiterInnen mit dieser herausfordernden Situation geht. Wir können soweit es möglich ist, mit unseren Kunden und Partnern virtuell zusammenarbeiten, und alle geschäftsrelevanten Prozesse professionell am Laufen halten.

Peter Ulm | Geschäftsführer allora Immobilien Gmbh

Nachdem man doch in Europa die Dimension der aktuellen Bedrohung zu Beginn unterschätzt hat, ist der Österreichischen Bundesregierung für ihr entschlossenes und konsequentes Handeln zu danken. Mögen auch manche Maßnahmen wie in Tirol mit dem heutige Wissensstand anders zu beurteilen sein, so wurde zum jeweiligen Zeitpunkt gut und richtig gehandelt und hat Österreich im europäischen Umfeld durchaus eine Vorbildrolle eingenommen. Leider ist zu beobachten, dass die Wichtigkeit der Maßnahmen nicht zur Gänze in der Bevölkerung angekommen sind. Gleichzeitig spürt man aber einen Ruck durch die Gesellschaft gehen, der ein neues positives Wir-Gefühl des Zusammenhalts erzeugt. Der Weg zurück insbesondere die massiven ökonomischen Auswirkungen werden unser Leben nachhaltig beeinflussen und in der Historie als Vor- und Nach-Corona Zeitalter eingehen.
Neben der wichtigen Wahrnehmung der sozialen Verantwortung und der damit einhergehenden konsequenten Einhaltung der Home Office Regelung und der Vermeidung von sozialen Kontakten (Bis auf weiteres nehmen wir keine persönlichen Termine wahr, sondern sich ausschließlich per Telefon, Videokonferenz oder Mail erreichbar), ist es für jeden dringend geboten für sein Unternehmen Krisenszenarien durchzuspielen, zu planen, bzw. sich darauf vorzubereiten und gleichzeitig sein eigenes Geschäftsmodell zu evaluieren und eventuell zu adaptieren. Das gemeinsame und abgestimmte Vorgehen mit unseren Geschäftspartnern und Freunden ist wichtig, um auch einen gemeinsamen Weg zurück aus dieser so schwierigen Situation zu finden. Ganz wichtig ist es, den Kollegen, den Mitarbeitern ein klares Bild der Situation und wie das Unternehmen damit umgehen kann aufzuzeigen und seine Verantwortung und Führungsfunktion sehr sorgsam zu leben.

Bernhard Loimer | Loimer Scharzenberger-Preis Rechtsanwälte Partnerschaft

Wir schützen unsere Mitarbeiter, arbeiten in getrennten Teams, hoffen auf Disziplin der Bevölkerung, damit der Peak bald erreicht ist. Verhandlungen bei den Gerichten sind abgesagt, Kliententermine finden über Telefon statt, um uns alle zu schützen.Ein wirtschaftlicher Einbruch steht auch bei uns zu befürchten.

Viktor Wagner | Geschäftsführer Reiwag Facility Sercives GmbH

Vom Krisenmanagement der Regierung kann man nur tief und sehr positiv beeindruckt sein!

 Bundeskanzler Kurz hat wieder einmal sein besonderen Qualitäten gezeigt! Auch Gesundheitsminister Anschober erwies sich als bestens beschlagen.

 Wer die Nationalratssitzung am Sonntag den15.3.2020 von 9.00 bis 17.00 verfolgt hat kann nur zur Prägnanz der bekanntgegeben Massnahmen und deren Umsetzungsstrategie gratulieren.

Sehr erfreulich ist, dass auch die Opposition sich sehr unterstützend geäussert hat und Österreich geeint versucht alle sinnvollen Massnahmen mit Vehemenz zu ergreifen und umzusetzen. Ein großes Lob den Medien insbesondere dem ORF welcher sich ganz im Sinn der Sache stellt und sinnvoll aufklärend und für jeden verständlich informiert und warnt. Jede einzelne getroffene Ausnahmeregelung ist bestens geeignet die Gesundheit zu erhalten und die Versorgung zu gewährleisten und keine Panik aufkommen zu lassen.

Das Massnahmenpaket der Regierung ist einzigartig was ich insofern beurteilen kann da wir nicht nur in Österreich sondern auch in CZ, SK, HR, RO und SRB mit ca 3.000 Mitarbeiter tätig sind. Keines der angeführten Länder hat nur annähernd mit solchen für die Erhaltung der Wirtschaftsfähigkeit  und Sicherung der Arbeitsplätze geeigneten Massnahmen reagiert. Allein die Möglichkeiten der Corona – Kurzarbeit sind hervorragend sinnvoll.

Von  einer ganze Reihe von Mitarbeitern der  REIWAG welche in Spitälern und Pflegeheimen tätig sind wird sehr viel abverlangt. Nicht nur die verstärkte Desinfektion ist zum Thema geworden. Wir müssen mit Lieferengpässen bei Produkten welche für professionell Reinigung notwendig sind umgehen da hat sich die hervorragende Logistikplanung bewährt.

Bereits seit langer Zeit ist das richtige Händewaschen in eigenen Kursen gelehrt worden. Eine Herausforderung ist auch, dass die Führungskräfte  die Pflegeheime nicht mehr betreten dürfen sondern der Kontakt mit den Mitarbeitern und Kunden über Videokonferenzen und Mobilgeräten stattfindet.

Unabhängig von der Gesundheitssparte sind wir in allen Länder mit den unterschiedlichsten Anforderungen  ( wir betreuen jeden Tag mehr als 7,5 Mio m/2 ) unserer Kunden konfrontiert die z. B.sind.: Teilschliessungen von Shopping Center, Reduzierung von Anforderungen in  Produktionsanlagen, Schliessung von Handelsunternehmen, radikale Veränderung von Anforderungen in Logistikparks, Teilweise schliessen von Bahnlinien, Schließungen von ganzen Bürohäusern wo Mitarbeiter auf home office geschickt werden und vieles andere mehr .

Die Koordination all dieser sich ständig ändernden Anforderungen stellt eine noch nie da gewesene Herausforderung für alle Mitarbeiter dar welche wir zum Wohle unserer Kunden und Mitarbeiter zu leisten bereit sind!

Hans Hueter | PARTNERS IN PROFIT GmbH

Persönliche Erfahrungen: Seit Freitag vergangener Woche arbeite ich vom Home office. Kunden akzeptieren das durchwegs, weil es auch keine Alternative dazu gibt. Wir stehen erst am Beginn einer zunehmenden Krankheitswelle und es wird noch einige Zeit dauern, bis geeignete Medikamente am Markt sind. Deshalb sind die neuen Gesetze essentiell, um eine Verzögerung der Krankheit zu erreichen.

Situation im Unternehmen: Arbeiten von Zuhause aus wurde bereits zum Standard. Sozialkontakte müssen so weit wie möglich reduziert werden. Notwendige Besprechungen finden über Skype statt und Kundengespräche werden aktiv über Telefon geführt. Arbeiten im direkten Kontakt mit anderen Menschen finden nur dann statt, wenn diese zwingend notwendig sind und keine andere Möglichkeiten bestehen. Dann sind jedoch alle Sicherheitsvorkehrungen einzuhalten.

Wir werden noch viel Geduld benötigen und eine Entspannung ist wohl erst in einigen Monaten zu erwarten. Hoffentlich helfen die guten Maßnahmen der Regierung dabei, den Anstieg der Erkrankungen etwas einzudämmen und damit viele Leben zu retten.

Birgit Rechberger-Krammer | Präsidentin Henkel Österreich

In der aktuellen Situation hatte und hat weiterhin für uns die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, unserer Kunden und unserer Geschäftspartner höchste Priorität. Wir haben dafür alle für uns möglichen Vorkehrungen getroffen. Wir haben Maßnahmen gesetzt, mit denen wir mithelfen, die Ausbreitung des Coronavirus hintanzuhalten, aber gleichzeitig unsere Geschäftstätigkeit aufrecht zu erhalten.

Im Verwaltungsbereich arbeiten rund 95 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von zu Hause. Im Rahmen unserer Produktionen wurden alles unternommen, den Sicherheitsabstand zwischen den arbeitenden Menschen durch verschiedene organisatorische Maßnahmen über das gesetzlich erforderliche Ausmaß hinaus zu erhöhen.

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, unseren Henkel-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, aber auch jenen unserer Geschäftspartner, insbesondere unserer Handelspartner, für ihren Einsatz und ihr Engagement zu danken, damit die Versorgungssicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.

Wir als Henkel tun alles, unseren Beitrag dafür zu leisten, wenn es um unsere Warengruppen geht.

Das betrifft Hygieneprodukte im Wasch-/Reinigungsmittelbereich als auch den Körperpflegebereich. Diese Bemühungen beziehen sich aber auch auf unsere Klebstoffprodukte. Wir sind mit Henkel-Klebstoffprodukten und technologischen Lösungen in vielen Industrien, etwa in puncto Instandhaltung von Betrieben, vertreten und helfen dadurch mit, wichtige Produktionen am Laufen zu halten.

Im Moment laufen unsere Österreich-Werke Wien (Wasch- und Reinigungsmittel), unser Zentrallager Wien (Wasch- und Reinigungsmittel) und unser Klebstoff-Werk Dornbirn (Dichtstoffe) im Normalbetrieb. Das kann sich ändern, weil oder wenn beispielsweise durch Grenzverzögerungen oder -schließungen – derzeit etwa in Kroatien und Serbien oder Ungarn - logistische Hürden zu bewältigen sind. Das betrifft sowohl uns als aber auch unsere Lieferanten. Wir setzen jedenfalls alle Hebel in Bewegung, diese Hürden bestmöglich zu meistern.

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