„Flüchtlinge - Hoffnungsträger der österreichischen Wirtschaft?“

Manager-Monitoring Oktober 2015

Das WdF widmet sich in seinen „Blitzumfragen“ brandaktuellen Themen und ersucht hierfür um die Meinung seiner Mitglieder, diesmal zur aktuellen Flüchtlingsdebatte.
Sind Flüchtlinge und Zuwanderer ein Segen für die österreichische Wirtschaft oder belasten sie zusätzlich den bereits angespannten Arbeitsmarkt? Können die Entscheidungsträger mit der Aussage konform gehen, die Wirtschaft brauche Zuwanderung, da sie den drohenden Fachkräftemangel mildert oder entspricht dies reinem Wunschdenken?

Die Mehrheit der 382 Beteiligten sind mit der Lösungskompetenz der politischen Entscheidungsträger in der Flüchtlingsfrage überhaupt nicht zufrieden (51,84 %). 37,89 % sind weniger zufrieden und nur 8,68 % sind der Meinung mit der aktuellen Lösungskompetenz eher zufrieden zu sein.

WdF-Blitzumfrage zur Flüchtlingsdebatte - Auswirkungen Wirtschaftsstandort

Bei der 2. Frage*, wollten wir wissen „Welche Anliegen sind Ihnen am wichtigsten, damit eine wirtschafts- und gesellschaftspolitische Integration der Asylanten bestmöglich gelingt, um so einen Mehrwert für die österreichische Wirtschaft zu schaffen?“ Hierzu sehen 81,35 % eine verpflichtende Sprachausbildung als unabdingbar, 62,43 % sprechen sich für eine gezielte Prüfung des Bildungsgrades bzw. der Kompetenzen aus und 48,92 % sind für eine rasche Arbeitsprozesseingliederung durch einen „Schnellintegrationsprozess“ der gut ausgebildeten Zuwanderer.

48,77 % sind der Meinung, dass durch den Zuwanderungsstrom der Facharbeitermangel reduziert wird, 39,24 % sehen einen positiven Effekt für eine Diversity-Unternehmenskultur und 31,34 % sind der Auffassung, dass der Flüchtlingsstrom keine positiven Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Österreich* hat.

Die letzte Frage widmete sich der Lösungskompetenz der EU in großen Fragen wie z.B.: aktuell der Flüchtlingsdebatte, Griechenland, Finanzmärkte, etc. und ob hier ein vereinigtes Europa zu mehr Erfolg beitragen würde – kurzum: Wohin soll Europas Weg führen?

Mehrheitlich, mit 65,21 % sprechen sich die teilnehmenden Führungskräfte für Vereinigte Staaten von Europa aus, 21,64 % sind für eine Beibehaltung des Status quo und 13,15 % sind der Meinung, dass eine Rückkehr zur nationalen Eigenständigkeit der EU-Staaten zielführend sei.

*Mehrfachnennungen möglich

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