Steuerreform 2015 - Zielführend? Ausreichend?

Manager-Monitoring März 2015

Die Steuerreform im Umfang von 5 Milliarden Euro liegt nun vor. Durch die Tarifreform, das Herzstück der Steuerreform, sollen über 6,5 Millionen Menschen profitieren, die Kaufkraft soll erhöht und das Wirtschaftwachstum angekurbelt werden.

Befragt wurden knapp 3.000 Führungskräfte und Manager aus dem Netzwerk des Wirtschaftsforums der Führungskräfte, 307 Entscheidungsträger haben an der Umfrage teilgenommen.
Gefragt wurde unter anderem, ob die Einsparungsmaßnahmen über eine Verwaltungsreform von 1,1 Mrd. glaubwürdig sind, die Erhöhung der Immobilien-Spekulationssteuer nachvollziehbar oder die Erhöhung der Gewerbesteuer eine sinnvolle Maßnahme ist.

WdF-Blitzumfrage zur Steuerreform 2015, Eingangssteuersatz auf 25 %WdF-Blitzumfrage zur Steuerreform 2015, Einsparung in Verwaltung

Wer aus Sicht der Führungskräfte die Gewinner und die Verlierer der Steuerreform sind, wurde ebenfalls erfragt. 83 % vertreten die Meinung, dass die Tarifreform (Senkung Eingangssteuersatz von 35,5 % auf 25 %) eine zielführende Maßnahme ist. Zur befristeten Anhebung des Spitzensteuersatzes ab einer Million auf 55 % gibt es mehrheitlich eine negative Stimmung. (60 % = wenig bis keine sinnvolle Maßnahme).

Knapp 48 % halten die Erhöhung der Kapitalertragssteuer (KeSt) für Aktien (von 25 % auf 27,5 %) für keine nachvollziehbare Maßnahme. Dafür sind 42 % für die Erhöhung der Immobilien-Spekulationssteuer. Bei der Erhöhung der MwSt. (Stichwort Wirtschaftsstandort) gibt es eine geteilte Meinung. Zur Kampfansage, über den Steuerbetrug 1,9 Milliarden zu lukrieren, sind 70% der Auffassung, dass dies gerechtfertigt sei.

Wenig glaubwürdig scheint das Ziel zu sein, 1,1 Milliarden über Verwaltungseinsparung erzielen zu können. Nur 18 % glauben an den Umsetzungswillen der Politik. Siehe aktuell den neuen Konflikt zwischen der Politik und den Beamten.

Gewinner und Verlierer
Klein- und Mittelbetriebe und die Topverdiener (ab 10.000) werden als Verlierer gesehen. Pensionisten, Familien, Geringverdiener und Kleinverdiener werden als Gewinner wahrgenommen.

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