Bund

36. WdF-Generalversammlung

Einstimmiges Votum: Gerhard Zeiner folgt Karl Javurek als WdF-Bundesvorsitzender

24.06.2015, 17:00 Uhr

Zeiner, Javurek und Treichl
Die WdF-Bundesvorsitzenden: Gerhard Zeiner (ab 2015), Karl Javurek (2011-2015) sowie Andreas Treichl (1991-1992) - Foto: A. Raab

Gleich zu Beginn seiner Eröffnungsrede bedankte sich GEWISTA-Boss Karl Javurek für das langjährige Vertrauen, das ihm die Mitglieder entgegen brachten. Mit großer Freude und Leidenschaft habe er die letzten vier Jahre, die er nicht missen wolle, an der WdF-Spitze gestaltet.

Nachdem er den anwesenden Gästen eine kurze Bilanz der vergangenen Jahre präsentierte, übernahm der ehemalige Bundesvorsitzende Paul Jankowitsch das Wort, um seine Gedanken über die „Arbeitswelt der Führungskräfte“ dem Publikum näher zu bringen. Er selbst ist seit 33 Jahren Führungskraft, davon 24 Jahre in der ersten Führungsebene tätig. Drei Punkte, die er persönlich als Hilfe erachtet um als Entscheidungsträger nicht ins Schleudern zu kommen sind:

  1. Zwischenbilanz ziehen – „Ist das, was ich tue, richtig? Will ich dies (noch) machen?“
  2. Evidenz in Hinsicht auf die direkte Umgebung des Unternehmens/Unternehmenskultur finden – ist das vorherrschende Klima gut? Erhalte ich ehrliches Feedback? Und werden wichtige Dinge innerhalb des Unternehmens nachhaltig und persönlich kommuniziert?
  3. Gesellschaftliches Engagement – Gerade Führungskräfte sollten sich, wenn es um die Gestaltung der Gesellschaft geht, einbringen (Stichwort „Leadership-Funktion“)
     

Bei der anschließenden Wahl wurde SAP Österreich-COO Gerhard Zeiner einstimmig als Nachfolger von Javurek und somit als 9. WdF-Bundesvorsitzender von der Generalversammlung bestätigt. Josef Gunsch, Geschäftsführender Gesellschafter von Physiotherm, ist sein Stellvertreter.

Ebenfalls mehrheitlich gewählt wurde das neue Präsidium, das sich wie folgt zusammensetzt:
Peter Albrecht (LG Kärnten)
Alfred Berger (LG Niederösterreich)
Stefan Galler (Young Leaders Forum)
Helga Kölndorfer (LG Burgenland)
Martin Panosch (LG Salzburg)
Viktor Wagner (LG Wien)
Michael Walser (LG Vorarlberg)
LG OÖ:  Kooptierung - September 2015

Zum Abschluss hielt der Wiener Landesvorsitzende Viktor Wagner eine kurze Laudatio auf Karl Javurek. Der scheidende Bundesvorsitzende vereine die drei Eigenschaften Charakter, Wissen/Können und Fleiß, die laut Wagner eine gute Führungskraft ausmachen.

Im Anschluss an die Generalversammlung ließen sich die über 200 Gäste den Festvortrag des ehemaligen WdF-Bundesvorsitzenden und Generaldirektor der Erste Group Andreas Treichl zum Thema „Europa – kann’s besser werden?“ nicht entgehen.
Der „GREXIT“ könnte ein riesiges Problem werden, aber die wirklichen Konsequenzen kann niemand abschätzen, da wir so etwas in dieser Form noch nie hatten. Genau davor hätten die Politiker Angst und treffen daher diesbezüglich keine Entscheidungen. „Sich für nichts zu entscheiden ist das größte Problem Europas, siehe am Beispiel Griechenland. Aber, wofür wollen wir stehen? Die EU müsse sich ein Ziel setzen und die Politiker müssen bereit sein, Risiken zu übernehmen und diese auch abschätzen zu können", so der Vortragende.

„Persönlichkeiten, die bereit sind Verantwortung zu übernehmen, wenn etwas schief gelaufen ist; die sich trauen das den Leuten zu sagen; die die Ärmel hochkrempeln und es wieder richten, sind Menschen, die langfristig Unternehmen aufbauen,“ schloss Treichl.

Impressionen der Generalversammlung können Sie im nachstehenden Video gewinnen:

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