Burgenland

Auf zu neuen Geschäftsfeldern. Digital. Aber wie?

20.04.2021, 17:00 - 18:30 Uhr

Auf zu neuen Geschäftsfeldern. Digital. Aber wie?“

Podiumsdiskussion

Podiumsteilnehmer:


Christian Bayer | Geschäftsführer TÜV Austria Akademie
Lambert Gneisz | GneiszAdvice, Inhaber, Geschäftsführer
Jürgen Huber | GMS Gourmet GmbH, Leiter IT

Durch den Abend führte WdF-Burgenland Vorstandsmitglied Johannes Ernst.

Digitale Veranstaltungen werden unabhängig von Entfernungen besucht, die Teilnehmer*innen der Veranstaltung kamen aus mehreren Bundesländern.

In seinem Eingangsvortrag weist Lambert Gneisz darauf hin, dass auf veränderte Spielregeln innovative, digitale Strategien anzuwenden sind. Was vor einigen Jahren noch gut funktioniert hat, passt oft nicht mehr und ließ ursprünglich erfolgreiche „Big Player“ vom Markt verschwinden oder ihre Vormachtstellung einbüßen, da sie nicht rechtzeitig auf neue Gegebenheiten reagiert haben.  Schon vor Corona waren vielfach bewährte Strategien außer Kraft gesetzt, Ausnahmen werden immer mehr die Regel und erfordern innovative und schnelle Managemententscheidungen.

Besonders die Führung eines Unternehmens muss Digitalisierung leben, kann diese nicht einfach auf die IT-Abteilung auslagern. Aus der Krise eine Chance zum Erneuern machen: Re-Invention – ein ständiger Erneuerungsprozess, ist eine Idee im Ansteigen, muss bereits die nächste entwickelt sein,…. Einige Tipps von Lambert Gneisz: Sparsamer Einkauf hilft, Kosten zu sparen, diese müssen nicht mehr verdient werden, Hidden Assets im Unternehmen aufdecken: Wo sind die Leistungsträger im Unternehmen? Wie ist sichergestellt, dass es sich lohnt, mutig zu sein. Sind Rückschläge ein Teil der Entwicklung – ein Lernprozess, oder werden diese als Scheitern gesehen.

Christan Bayer, TÜV Austria, bestätigt, dass auch der TÜV sich in den letzten Jahren immer wieder neu erfinden musste. Neben dem ursprünglichen Kerngeschäft (Prüfungen von Aufzügen, Rohrleitungen, medizintechnischen Geräten und dgl.), wird schon 10-15% des Umsatzes mit IT-Security gemacht.  Der TÜV unterstützt Unternehmen im Bereich digitaler Sicherheit, mehr als 16.000 Teilnehmer zählte man bei Seminaren und Fortbildungen, vor allem im Bereich digitaler Kompetenzen.

Führungskräfte sind gefragt, Ziele auszugeben und diese mit dem Team zu erarbeiten, zu definieren, wie die Zielerreichung gemessen wird, was erwartet wird, welches Budget – ein ganz wichtiger Punkt! -  vorgesehen ist. Die Mitarbeiter müssen Möglichkeiten haben, ihre kreativen Ideen einzubringen, Innovationskultur muss gelebt werden.

Zwar hat „Covid19 einen Digitalisierungsschub geleistet, doch darf man nicht übersehen, dass digitale Konferenzen und dergleichen nur die Basics sind und nicht die Tools, die im Unternehmen gebraucht werden.“, sagt Hermann Madlberger. Die Datenqualität, zum Beispiel, muss verbessert werden, das habe man auch an der Qualität der von verschiedenen Institutionen veröffentlichten Daten zu Corona gesehen.

Valerie Böckel von Axtesys Steiermark wendet ein, dass es selbst für Digitalisierungs-Berater schwierig ist, auf jede eventuelle Entwicklung optimal vorbereitet zu sein. Ein Berater sollte den Weg, den er empfiehlt, selbst abgehen, um beurteilen zu können, ob er gut ist bzw. wo(ran) man scheitern könne. Wesentlich ist auch zu erkennen, welche Leistung eine Firma selbst erbringen kann und wobei Partner beizuziehen sind. Firmen zusammenzubringen, die gleiche Interessen, aber verschiedene Kompetenzen haben, scheint auch ein interessanter Weg bei Problemlösungen und Entwicklung zu sein.

Nach zahlreichen Diskussionsbeiträgen bedankt sich der Landesvorsitzende, Johann Pinterits, bei den Podiums-Teilnehmern und den Gästen und gibt einen Ausblick auf künftige Veranstaltungen.

Einen Zusammenschnitt der Veranstaltung finden Sie auch auf dem YouTube-Channel des WdF! Bitte klicken SIe dazu auf das YouTube-Icon.

 

 

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