Niederösterreich

Ausstellungsbesuch mit Weinverkostung „Wagram - 20 Jahre, 20 Objekte"

09.05.2019, 17:30 - 20:00 Uhr

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Nach einer Begrüßung durch WdF-Landesvorsitzende Doris Wallner-Bösmüller führte  Kurator Wolfgang Giegler durch die Ausstellung.

Das Kapital
Wie kann Regionalentwicklung am Wagram neue Wege gehen und was hat das mit unternehmerischen Führungsaufgaben zu tun? Was macht Leadership auf unsicheren Terrains aus?
Man stellte sich grundsätzliche Fragen, die man im ganz praktischen Blick auf die Herausforderungen, der sich die Weinregion Wagram mit ihren neun Gemeinden stellt, zu beantworten versuchte. Doris Wallner-Bösmüller steckte das Feld für die Vortragenden und Gesprächspartner ab.

Kapital: Kreativität
Am Beginn stand die künstlerische Seite in Form der Ausstellung des Kirchberger Kulturvereins mit 20 Objekten aus Anlass des 20-jährigen Jubiläums der Regionsgründung. Eine solche Ausstellung ist ein praktisches Werkzeug, um konkrete Fragestellungen sichtbar zu machen. Dabei geht es nicht nur um das Offensichtliche, sondern um die Zwischentöne, und Schnittstellen und Schnittebenen. Durch die Gestaltung, Inszenierung rücken diese in den Mittelpunkt.

Wolfgang Giegler, erfahrener Medienunternehmern und Berater, ist überzeugt: „Oft geht man viel zu direkt auf wichtige Ziele zu. Eine gute Analyse, Reflexion und passende Strategie, an die ein ganzes Team glaubt, sind entscheidend. Gerade wenn man sich gemeinsam überlegt wo bestimmte Bilder, Vorstellungen, Sichtweisen herkommen, wenn man sich den Erfahrungshorizont, der damit verbunden ist, vor Augen führt, steigen die Chancen, dass neue Wege auftauchen. Eine Ausstellung ist dafür ein ausgezeichnetes Setting, in dem sich ein Team formen und besser kennenlernen kann.“

Eine Region (er)findet sich nicht selbst, sondern ist Ergebnis intensiver, mehr oder weniger überlegter und bewusster Aktivitäten ihrer Bewohner und Nutzer. Für Unternehmen sieht das recht ähnlich aus. Kreativität muss Chancen bekommen, denn dadurch bekommen Menschen Chancen, und die sind erfolgskritisch für jedes Unternehmen.

Kapital: Querdenken
Das Weingut Karl Fritsch in Oberstockstall gehört zu den herausragenden Betrieben im Weinbau. Kern der erfolgreichen Strategie ist die biodynamische Produktionsweise, die sich ganzheitlich durch das Unternehmen zieht. Karl Fritsch erläuterte anhand seiner beruflichen und betrieblichen Entwicklung wie umfangreich und verwoben die Wirkungszusammenhänge seines Betriebes sind. Kritischer Geist, ein gehörige Portion Eigensinn, großes Verantwortungsbewusstsein verbunden mit der Bereitschaft Neues zu wagen machen Fritschs Führungsstil aus. „Besonders wichtig ist für meinen Betrieb, den richtigen Zeitpunkt zu finden – das zieht sich durch alle Bereiche meiner Landwirtschaft – wirklich gut sind wir nur, wenn wir das perfekte Timing gemeinsam schaffen“, erläutert Karl Fritsch und fügt hinzu: „Unsere Basis ist das LEBENsmittel im besten Sinne des Wortes. Das muss man sich heute mehr denn je bewusst machen.“

Kapital: Wagnis
Georg Liepold setzte mit seinem gerade erst eröffneten Restaurant „Markthaus“ in Kirchberg am Wagram den kulinarischen Ausklang zur ersten Veranstaltung des WdF am Wagram. Sein beruflicher Lebensweg ist geprägt durch vielfach gute Fügungen, passgenaue Zusammenhänge und aufmerksames Netzwerken. „Man evaluiert natürlich einen neuen Standort mit Daten, Fakten, Chancen. Das gehört zum Geschäft. Aber entscheidend ist in meinem Bereich immer die innere Überzeugung. Die Motivation macht es aus. Nur damit kann ich ein Team formen und begeistern“, erzählt der international erfahrene Gastronom. Die ersten Öffnungstage am Wagram geben ihm mehr als recht. Die Qualität seiner Produkte, das Service, das Ambiente und die wunderbare Willkommensstimmung überzeugten nicht nur die Gäste des WdF.

WdF-Landesvorsitzende Doris Wallner-Bösmüller_Foto_Stefan AchterWdF_ Kurator Wolfgang Giegler_Foto_Stefan Achter

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