Bund

"Der Europäischen Union fehlt es an Leadership"

18.03.2019, 11:00 - 13:30 Uhr

WdF-EU-Zeiner_Oezelt_Wimmer_Gmachl_Mandl_Hammerer_18.3.19

Worin liegt die Zukunft Europas und wo sind die Führungspersönlichkeiten, die Europa in eine sichere Zukunft führen können?
Erfolgreiche Unternehmen haben eines gemeinsam: An der Spitze steht immer eine Führungspersönlichkeit mit Entscheidungskraft und Umsetzungswillen. Die Wirtschaft funktioniert ohne Mut und Leadership nicht. In großen wirtschaftspolitischen Fragen ist die Europäische  Union  bis dato gescheitert. Unter anderem auch deshalb, weil es an Führungspersönlichkeiten mit Mut und Entscheidungskraft fehlt.

Im  Mai 2019 werden die Weichen neu gestellt, indem das EU-Parlament neu gewählt wird und somit über die Weiterentwicklung und Positionierung Europas entschieden wird. Es herrscht eine differenzierte Meinung darüber, ob die Idee von einem starken und vereinten Europa durch die vergangene Finanz- und Wirtschaftskrise, der Ukrainekrise und den BREXIT  gestärkt oder eher geschwächt wurde.

Nach einer Begrüßung durch WdF-Bundesvorsitzenden Gerhard Zeiner wurden die Ergebnisse unserer Umfrage  "Wohin soll Europas Weg führen?" am Podium diskutiert.

Veronika Gmachl - Geschäftsführerin | NE Österreich GmbH | Brockhaus: "Leadership fängt beim Dienen für die Sache des Großen und Ganzen an. Je größer die Organisation, desto mehr Vertrauen und Kommunikation untereinander ist nötig. Koonfliktlösungskompetenz setzt Diskursfähigkeit voraus und die wiederum Zuhören und Erzählen. All das braucht breite Bildung, daher hat die Befähigung der EuropäerInnen der Zukunft höchste Priorität.

Lukas Mandl - EU-Abgeordneter: "Österreich ist ein Raum der Sicherheit und des Wohlstands. Leadership bedeutet sich selbst zu führen und Stärke nach außen zu zeigen. Aufgabenverantwortung muss man dorthin geben, wo auch die Abwicklung ist. Motivierende Schritte und Leadership nach außen zu tragen ist auch in der Frage des Klimawandels unabdingbar."

Andreas Wimmer - Geschäftsführer | Hartstahl und Felstechnik Wimmer | Bundesvorsitzender der Jungen Industrie: "Themen wie Reisefähigkeit und Wohlstand sind gut greifbar, Vertrauen hingegen ist nicht greifbar, da die EU "zu weit weg" ist. Die EU ist kein Unternehmen, daher auch wegen Unstimmigkeiten bei 28 Mitgliedstaaten schwer zu führen. Die Wertschöpfung muss im Land bleiben, Investitionsschutz ist wichtig"

Die Moderation leitete in bewährter Weise Rudolf E. Oezelt.

Unter anderem mit dabei waren:
Thomas Albrecht (TWA Mentale Innovation), Karl Altenhuber (Epsilon 3), Christof Heiss (InfraSoft Datenservice), Young Leaders Vorstandsmitglied Stefan Kotynek (Esarom), Jens Misera (Zielpunkttraining), Peter Payer (Wirtschaftsanwalt), Wolfgang Pehamberger (5 Dimensions), Fabian Ruckelshausen (REIWAG Facility Services), Barbara Thier (ISS Facility Services), Tuo Wang (Erste Group Bank), Angelika Weber (Axtesys) und Young Leaders Vorstandsmitglied Julia Wieland (ATOSS Software).

Facebook LinkedIn Twitter Xing YouTube