Burgenland

Digitalisierung – Wo bleiben Mensch und Motivation?

Die Komplexität der Digitalen Transformation (begreifbar machen)

19.11.2019, 18:00 - 22:00 Uhr

WdF

Norbert Pleyer, Michaela Leberl, Johann Pinterits, Helga Kölndorfer, Hermann Madlberger und Johannes Ernst

Nach einem Empfang mit Köstlichkeiten von Michal Rabina folgte ein spannender Vortrag von Hermann Madlberger zur Digitalen Transformation. Dass Hermann Madlberger für dieses Thema „brennt“, merkte man sofort und er betonte auch, wie wichtig es ihm ist.
Vielfach wird die Dimension der „Digitalisierung“ verkannt bzw. unrichtig eingeschätzt. Digitalisierung ist eine das gesamte Unternehmen umfassende Transformation. Der damit verbundene Veränderungsprozess ist Chefsache und nicht nur Aufgabe der IT.

Mensch und Motivation sind dabei Schlüsselfaktoren.

In einer Zeit, in der Entwicklungen immer schneller voranschreiten, brauchen wir neue Geschäftsmodelle, weil sich das Kundenverhalten ständig ändert und die Zeitspanne für Veränderungen immer kürzer wird.

„In den nächsten zehn Jahren wird es mehr Veränderungen geben als in den 250 Jahren davor“, sagt Madlberger. Die Entwicklung schreitet rasant vorwärts, die Infrastruktur wird immer billiger. Alles, was möglich ist, wird in Daten verwandelt, Vernetzung und Dematerialisierung nehmen zu. Digitalisierung lässt neue Kundenwünsche und neue Geschäftsmodelle entstehen, wie Uber, Airbnb oder Amazon beweisen. Diese neuen Modelle brauchen auch eine neue Art des Denkens, Unternehmen müssen ihren Kunden maßgeschneiderte Produkte und Services liefern, sich mehr darum kümmern welches Kundenproblem damit gelöst wird. Design Thinking kann hier wertvolle Hilfe leisten.

Führung im digitalen Zeitalter braucht ein hohes Ausmaß an Kommunikationsfähigkeiten sowie den Mut zur Veränderung, Innovationsfähigkeit und Strategisches Denken. Obwohl wir längst in der Arbeitswelt 4.0 angekommen sind, fehlt vielen Unternehmen eine Strategie zur Umsetzung bzw. ist diese den Mitarbeitern nicht bekannt. Wie bei allen Veränderungsprozessen innerhalb eines Unternehmens ist es wichtig, alle mitzunehmen, den Mitarbeitern die Ängste vor der Veränderung zu nehmen, sie zu informieren und weiterzubilden. Wir müssen lernen, mit dem Unvorhersehbaren umzugehen; es braucht Visionen, Verständnis, Klarheit und Beweglichkeit um die zukünftigen Herausforderungen zu lösen und wettbewerbsfähig zu bleiben.

Hermann Madlberger ist Gründer der "madlberger digitalisierungsberatung gmbh". Seine Schwerpunkte sind Strategie-, Prozess- und Methodenberatung. Als ehemaliger Leiter des Predictive Analytics Competence Centers des Bundesministeriums für Finanzen und Manager mehrerer Big-Data-Projekte thematisierte er den komplexen Weg der digitalen Transformation und zeigte auf, dass an der Nutzung von Daten kein Weg vorbeiführt.

Nach dem Vortrag präsentierte Michaela Leberl (Weingut Leberl, Großhöflein) sieben Weine, die von den Gästen auch verkostet wurden.

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