Niederösterreich

Digitalisierung, das neue Wundermittel?

Mangelndes Problembewusstsein bei Entscheidungsträgern

16.05.2017, 18:30 - 21:00 Uhr

´v.l.n.r.Peter Pendl, Lucas Winter, Peter Parycek, Gerald Steiner, Monica Rintersbacher, Gerhard Krennmair und Roman Chromik

v.l.n.r.Peter Pendl, Lucas Winter, Peter Parycek, Gerald Steiner, Monica Rintersbacher, Gerhard Krennmair und Roman Chromik

Industrie 4.0 bedeutet für den einen eine nie geahnte Fülle an Möglichkeiten und bei dem anderen löst es Schreckensvisionen aus. Der weltweite Hackerangriff mit Ransomware machte einmal mehr deutlich, wie sensibel die Thematik ist, zeigte aber auch, dass derlei Probleme wieder in den Griff zu bekommen sind.

Für Univ.-Prof. Gerald Steiner, Dekan der Fakultät für Wirtschaft und Globalisierung der Donau-Universität Krems, sei klar ersichtlich, dass durch virtuelle Kommunikation die face-to-face-Kontakte nicht substituiert, sondern ergänzt werden.

Univ.-Prof. Peter Parycek, Leiter des Departments für E-Governance in Wirtschaft und Verwaltung, regte Organisationen an, zu analysieren, wofür sie im digitalen Zeitalter stehen und wie ihre Geschäftsprozesse bzw. Businessmodelle optimiert werden können.

Monica Rintersbacher, Geschäftsführerin der Leitbetriebe Austria meint, gerade im Hinblick auf die Internationalisierung zur Wettbewerbsfähigkeit habe die Digitalisierung absolute Relevanz. Aktives Netzwerken und Pflegen von Geschäftskontakten könne dadurch jedoch nicht ersetzt, sondern allenfalls ergänzt werden.

Roman Chromik, CEO des Unternehmens Cards & Systems sah hingegen derzeit „mangelndes Problembewusstsein“ bei den Entscheidungsträgern und das Fehlen klarer Zielsetzungen gegeben.

Lucas Johannes Winter von DOKA Ventures GmbH empfahl, die Hürden bei der Industrie 4.0-Einführung am besten durch Ausprobieren zu überwinden. Digitalisierung sei meistens als disruptiv zu betrachten.

P&P setzt mittlerweile auf Digitalisierungs-Modelle, um den Such- und Auswahlprozess zu vereinfachen und zu beschleunigen, so Peter Pendl, Mitbegründer und Geschäftsführer Dr. Pendl und Dr. Piswanger Management Partner.

Die Diskussion wurde von Gerhard Krennmair, Vorstandsmitglied des WdF-NÖ, moderiert und von der Donau-Universität Krems in Kooperation mit dem WdF-NÖ veranstaltet.

Unter anderem mit dabei waren:

Ewald jun. Stierschneider (EVENT'S Event-, Werbe- & Handelsagentur), Gerhard Kratky (FWF Der Wissenschaftsfonds), Nicolai Descovich (IBM Österreich), Thomas Rodrigo Beranek (REISSWOLF), Artur Pesendorfer (Swarco Futurit Verkehrssignalsysteme) und Werner Kuras (Batcon Business and Technology)

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