Wien

"Diversität in der Führungsetage polarisiert nach wie vor!"

14.10.2021, 18:00 - 21:00 Uhr

„Mehr Diversität in der Führungsetage steigert die Erfolgsaussichten eines Unternehmens“

so das bereits weit verbreitete Stimmungsbild in den höchsten Entscheidungsgremien. Andererseits sind viele Experten der Auffassung, es sei viel wichtiger, die Besetzung von Spitzenpositionen nach Leistungsstärke, Erfahrung und Kompetenz vorzunehmen.

  • Wie divers darf es in der Führungsebene sein?
  • Auf welchen Eckpfeilern wird eine perfekte Unternehmenskultur getragen?
  • Besetzungen von Führungspositionen nach Alter, Herkunft oder Geschlecht vor Kompetenz und Leistungsstärke?
  • Wie stark beeinflusst „Diversity“ in der Führungsetage die Gesundheit (Work-Life-Balance)?
  • Gibt es den Erfolgsfaktor „Diversity“? 
     

Nach einer Begrüßung durch WdF-Landesvorsitzender Wien, Peter Lenz |  Vorsitzender Management Board und MD Region Alpine -T-Systems Austria & Switzerland, moderierte YLF-Vorstandsmitglied Maximilian Schwinghammer die Podiumsdiskussion, die viele unterschiedliche Blickwinkel zum Thema Diversität aufzeigte.


Christian Ebner | Geschäftsführer ASFINAG Service GmbH: "Eine gute Führungskraft ist die, der die Menschen gerne folgen. Unternehmen müssen die verschiedenen Lebensbereiche berücksichtigen - Vereinbarkeit von beruflichem und privaten Leben fördern, die Erwartungshaltung an die Mitarbeiter anpassen und den Erfahrungsschatz der Generation 50+ annehmen. Home-Office (Laufrunde statt Fahrtzeit) wirkt sich positiv aus und Diversität ist bei ASFINAG ein Innovationstreiber. Auch Menschen mit Behinderung oder nach langer Krankheit werden im Unternehmen stark berücksichtigt.

Edeltraud Fichtenbauer | Vorstandsdirektorin Donau Versicherung AG:  "Maximale Offenheit und maximale Toleranz gegenüber den Mitarbeitern hat oberste Priorität. Bei der Besetzung der Führungsebene ist unter Berücksichtigung der höchsten Kompetenz zum Wohle des Unternehmens zu handeln, keine anderen Gründe haben Einfluss. Frauen in Führungsetagen sind meist Mütter, das Verständnis für menschliche Probleme ist bei der Donau Versicherung sehr hoch gegeben. Je diverser eine Gruppe ist, umso höher ist das Verständnis -  Gesundheit und Wohlfühlen am Arbeitsplatz und vor allem, wie man behandelt wird wirkt sich auf die Mitarbeiter aus."

Astrid Reitbauer | Head of HR & Organizational Development Schima Mayer Starlinger Rechtsanwälte GmbH: "Vielfalt ist das Gegenteil von Einfalt - Diversität ist Chance. Die Vielfalt an Ideen und unterschiedlichen Inputs führen zu positiver Veränderung. Der Fokus muss auf Lösungen gerichtet sein, was eine im Unternehmen etablierte Fehlerkultur voraussetzt - dies bietet den Mitarbeitern auch Sinnstiftung und Sicherheit. Je mehr Verständnis aufgebracht wird umso weniger Angst und Sorge und umso mehr Energie für Lösungen und Themen der Arbeit haben die Mitarbeiter."

Arno Wohlfahrter | CEO Trenkwalder Österreich: "Vielfalt in Kombination mit Kompetenz kann gut funktionieren, eingefahrene Entscheidungswege weniger. Es muss eine Plattform geschaffen werden, dass sich jeder dort findet, wo er sich entfalten kann. Deswegen sehe ich mir oft vor einem Vorstellungsgespräch den Lebenslauf gar nicht an, ich möchte den Menschen sehen, ob die Persönlichkeit und die Ausprägung passt - Quereinsteiger sind oft die größte Bereicherung. Mitarbeiter müssen können wollen. Fürsorgepflicht bedeutet auch, dass Mitarbeiter Programme und Angebote selbst nützen."

WdF-Landesvorsitzender Wien, Peter Lenz | Vorsitzender Management Board und MD Region Alpine -T-Systems Austria & Switzerland: "In einer weiteren Hybridveranstaltung des WdF wurde zum immer aktuellen Thema Diversität „ganz schön divers“ diskutiert. Gestartet wurde mit der individuellen Sicht und Definition von Diversität und es gab sehr persönliche Einblicke zum Zugang und Erlebnissen mit Diversität. Gemeinsam waren positive Statements zum (Mehr-)Wert in Hinblick darauf inwiefern Diversität Organisationen und Unternehmen bereichern können, sei es in unterschiedlichen Lösungs- als auch Marktzugängen, Blickwinkeln und daraus resultierenden Handlungsoptionen. Alles in allem eine weitere sehr gelungene Veranstaltung zu einem echten „Dauerbrenner“, der nie „ganz fertig“ diskutiert sein wird."

Danach ließen wir den Abend bei Buffet & Networking und anregenden Gesprächen ausklingen.

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