Kärnten

Europäische Toleranzgespräche: Lesen – Schreiben – Daten managen

Bundesvorsitzender Zeiner über Sinn und Nutzen der Digitalisierung und dazu nötige Grundkompetenzen

16.05.2018, 09:00 - 19.05.2018, 18:00 Uhr

WdF_Toleranzgespräche_2018

Bundesvorsitzender Zeiner über Sinn und Nutzen der Digitalisierung und dazu nötige Grundkompetenzen

Im Mai drehte sich im idyllischen Kärntner Bergdorf Fresach alles um die „Sehnsucht nach Europa“. Unter diesem Motto standen die vierten Europäischen Toleranzgespräche, die sich diesmal an drei Tagen mit Vorträgen, Diskussionen und Workshops rund um die Suche nach dem verlorenen Paradies drehten. Erstmals wurde im Rahmen des Events auch der Europäische Toleranzpreis für Demokratie und Menschenrechte vergeben. Er ging an den in Deutschland lebenden türkischen Schriftsteller Dogan Akhanli.

 

Das Wirtschaftsforum unterstützt die Veranstaltung seit Jahren und nimmt so die Gelegenheit zum Dialog mit gesellschaftlichen Stakeholdern und Politik wahr. Heuer diskutierte der Bundesvorsitzende Gerhard Zeiner im Rahmen des Programms am „Founders Day“, einem ganzen Tag im Zeichen von Unternehmerinnen und Unternehmern und wirtschaftsrelevanten Themen, über die Digitalisierung der Freizeit. Kritische Stimmen hinsichtlich des Megatrends Digitalisierung kamen dabei von den Podiumsteilnehmern Harald Kollegger (Neurologe) und Pravu Mazumdar (Philosoph). Durchwegs positiv und optimistisch sah der Software-Unternehmer Georg Holzer die Sache. Er sorgte mit einigen markigen Aussagen für lautstarke Proteste aus dem Publikum. Zeiner punktete mit Expertise und ausgewogenem Blick. Er machte klar, dass die Digitalisierung jedenfalls Leadership benötige, gesellschaftlicher und unternehmerischer Wandel keinesfalls ohne Führung und Steuerung vonstattengehen solle. Und er plädierte dafür, keine Angst vor dem Neuen, den digitalen Entwicklungen zu haben, sondern die Herausforderungen aber insbesondere auch Chancen zu erkennen. Dem schloss sich auch Tourismus-Beraterin Heide Pichler-Herritsch an, die in der Digitalisierung der Freizeitwirtschaft große Möglichkeiten ortete.

 

Die kontroversielle Diskussion unter der Moderation von Thomas Cik (Kleine Zeitung) hielt das Publikum im Bann und regte zu Fragen und Anmerkungen an. Das die Gesellschaft bei größeren Veränderungen gespalten ist, konnte wahrlich an den Wortmeldungen abgelesen werden. Bundesvorsitzender Gerhard Zeiner brachte es auf den Punkt: Der urteilssichere Umgang mit dem Neuen braucht auch den vorherigen Erwerb neuer Kompetenzen. So plädierte er für das Beibringen bzw. Erlernen des Umgangs mit Daten als neue, künftig verstärkt notwendige, Kulturtechnik.

 

Mehr über die Europäischen Toleranzgespräche auf: fresach.org

 

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