Kärnten

Betriebsbesichtigung fischer Edelstahlrohre

28.03.2019, 15:00 - 17:00 Uhr

So produzieren Wettbewerbssieger

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„Wo Standard aufhört, fängt fischer an!“

Geschäftsführer Heinz G. Paar, welcher in vielen Kreisen der österreichischen Wirtschaft tätig ist,  lud die Mitglieder des WdF zum eindrucksvollen Betriebsbesuch in das Unternehmen „fischer Edelstahlrohre Austria GmbH“,  nahm die Gäste persönlich in Empfang und stellte nach einer Begrüßung durch WdF-Landesvorsitzenden, Hans Hueter, das Unternehmen vor.

Das Unternehmen ist eine der acht internationalen Niederlassungen der fischer group, einem international tätigen Unternehmen im Bereich der Herstellung von längsnahtgeschweißten, rost-freien Edelstahlrohren. Die Produkte finden ihre Anwendung im Industrie- und Kraftwerksanlagenbau, in der Lebensmittelindustrie, bei Trinkwassersystemen und in der Automobilindustrie.

Mit einer jährlichen Wachstumsrate von ca. 15%, welche das doppelte der Marktwachstumsrate von ca. 7% darstellt, ist fischer group seit rund 50 Jahren einer der führenden Hersteller von Edelstahlrohren und -komponenten. Die Basis der auf langfristige Wertschöpfung ausgerichteten Unternehmensführung bilden die fischer Unternehmensgrundsätze und -leitlinien. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind angehalten, diese Grundsätze zu beachten und zu wahren. 

Das Unternehmen orientiert sich an sieben Erfolgsfaktoren, welche die Grenzen der Ressource „Mensch“ in den Vordergrund stellen und nicht die Grenzen des technisch Machbaren darstellen. Neben der Unternehmenspolitik sind dies vor allem Grundsätze zur Wahrnehmung der Unternehmensverantwortung in Anlehnung an die Global-Compact-Initiative der Vereinten Nationen und Vorgaben zur Arbeitsorganisation in Anlehnung an die Kernkonventionen der International Labour Organization. Ergänzt werden diese Vorgaben unter anderem durch Leitlinien zum Arbeits- und Umweltschutz. Die Vorgaben werden intern kommuniziert und durch entsprechende Prozesse umgesetzt.

Der Fokus liegt in der Herstellung von kundenspezifischen Lösungen und ständigen Prozessoptimierungen. Dadurch ist es den Unternehmen möglich langfristig als Marktführer aufzutreten. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der individuellen Führung der Mitarbeiter.



Der World Class Managementansatz wird unter der Formel „Effizienz= Kompetenz-Eitelkeit“ im Unternehmen gelebt. Die Garantie in der Umsetzung des Ansatzes liegt in den multidimensionalen Abfrageanalysen der unternehmensspezifischen Wissensdatenbank. Einer der wichtigsten Faktoren im Unternehmen ist die Einhaltung der Transparenz, Visualisierung und Lieferung der vollständigen Information an die Mitarbeiter. Somit ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren der Faktor „Mensch“. 

Durch die erfolgreiche Umsetzung von individueller Führung, unter der Formel „Fool+Tool=Fool“ ist es möglich jede/n Mitarbeiterin/Mitarbeiter im richtigen Ausmaß zu fordern und zu fördern, um die persönliche Kompetenz zu qualifizieren. Dadurch gelingt es dem Unternehmen eine langfristige Bindung und persönliche Identifizierung der Mitarbeiter mit der gelebten Unternehmenskultur zu erreichen. Unter dem Leitgedanken „Es ist nie zu früh für Innovationen“ werden Mitarbeiter proaktiv aufgefordert, ihre Ideen und Innovationen vorzustellen und umzusetzen. Dies erzeugt bei der Belegschaft eine intrinsische Motivation, welche besonders motivieren, durch persönliches Interesse an der Optimierung der Prozesse und somit auch an der Weiterentwicklung des Unternehmens mitzuwirken. Intrinsische Anreize sind in der Regel langfristig und werden vom Unternehmen durch extrinsische Anreize, wie z.B.: den Erhalt einer Leistungsprämie oder Boni, ergänzt.

Außerdem wird intensiv darauf geachtet für jeden Mitarbeiter den richtigen Kommunikationskanal zu wählen, damit auch bei Schulungen oder Kurzerklärungen die Aufmerksamkeitsspanne bzw. die Motivation zur richtigen Umsetzung aufrecht erhalten bleibt. Lösungen werden den Mitarbeitern über vollständig digitalisierte Informationssysteme unterbreitet. Die Einhaltung der Disziplin wird durch strukturierte Vorgaben gesichert. Der Begriff „lernende Organisation“ ist bei fischer Edelstahlrohre absolut zutreffend, den auch jegliche Art von Fehlern oder Reparaturen werden erfasst und im System eingespeist, dadurch ist es möglich die Fehlerquote des Unternehmens sehr niedrig zu halten.

Durch die Mitarbeiter Stefan Korb (Leiter Vertrieb), Markus Köstinger (Technischer Leiter), Adnan Vedinlic (KVP Prozessmanager), Roland Miklau (Geschäftsprozessentwickler) und Thomas Buballa (Leiter Konstruktion, Projektmanagement) wurden die WdF-Mitglieder durch das logistische Rückverfolgbarkeitskonzept entlang der Wertschöpfungskette geführt. Folglich bekamen die Führungskräfte Einblicke in die verschiedenen Bereiche der Produktion, Instandhaltung, Betriebsdatenerfassung und Stützprozesse.

Anschließend gab es in gemütlicher Atmosphäre, neben einer Kärntner Jause die Möglichkeit diverse Fragen an die Mitarbeiter und den Geschäftsführer zu stellen und sich zu vernetzen.

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