Kärnten

„Flexibel und alle sind zufrieden“

Schon traditionell veranstalten das WdF Kärnten und das Business Frauen Center einen gemeinsamen Diskussionsabend. Diesjähriges Motto: „Arbeitszufriedenheit durch Flexibilität“.

10.03.2015

FLEXIBILITÄT DER ARBEITSWELT

Schon traditionell veranstalten das Wirtschaftsforum der Führungskräfte Kärnten und das Business Frauen Center jährlich einen gemeinsamen Diskussionsabend – diesmal unter dem Motto „Arbeitszufriedenheit durch Flexibilität“. Impuls und Einblick in das Thema gab Walter Wutte, Richter am Arbeits- und Sozialgericht Klagenfurt. In der folgenden Podiumsdiskussion berichteten die vier Gesprächspartner über Erfahrungen aus der Praxis ebenso wie über Grundsätzliches. Trotz freundlicher Atmosphäre bemerkte man rasch, dass unterschiedliche Sichtweisen und Erfordernisse bestehen.

Sylvia Gstättner, Vizepräsidentin der WK Kärnten macht die Forderungen der Wirtschaft nach Flexibilisierung klar. Sabine Käfer, Betriebsrätin in der Verbund Hydro Power AG, rückt die Bedürfnisse und Ansprüche der Arbeitnehmer in den Vordergrund ohne zu unterschlagen, dass die Mitarbeiter in Verbundenheit zum Arbeitgeber ihrer Auffassung nach schon jetzt sehr flexibel und pflichtbewusst sind. Spannende Einblicke in die gelebte Praxis eines Kärntner Vorzeige-Maschinenbauers gibt die Geschäftsführerin Ulrike Schrott-Kostwein. Das Credo in ihrem Betrieb ist Transparenz und ein motiviertes Miteinander – ihre Mitarbeiter fühlen sich wie ‚Unternehmer im Unternehmen‘ und agieren so. Michaela Eigner–Pichler von der AK Kärnten kann leider auch von negativen Erfahrungen ihrer Klienten berichten. Sie unterstützt Arbeitnehmer in Rechtsstreitigkeiten mit dem Arbeitgeber. Trotz unterschiedlicher Ausgangssituationen und Erfahrungen der Podiumsteilnehmerinnen wird klar, dass die Flexibilisierung der Arbeitswelt von Dienstnehmern wie auch Dienstgebern aus unterschiedlichen Motiven gewünscht wird. In der Praxis funktioniert sie vielfach sehr gut, wenn beiden Seiten aufeinander zugehen und zusammen mögliche Wege definieren. Vor dem Richter enden arbeitsrechtliche Zerwürfnisse wohl erst, wenn eine Partei diesen gemeinsamen Pfad verlässt.

Durch den Abend führten Rechtsanwältin Julia Kusternigg (BFC) und Unternehmensberater Hans Hueter (WdF). Mit treffenden Fragen balancierten sie zwischen den unterschiedlichen Positionen und gaben dem interessierten Publikum Raum für eine schwungvolle Diskussion.

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