Kärnten

Frauen-Power im Dienste Kärntens

Das WdF erhält umfassende Einblicke in die Arbeit besonderer Initiativen

04.04.2017, 18:00 - 20:00 Uhr

Im April trafen sich die WdF-Mitglieder in den Räumlichkeiten der IFK – Initiative für Kärnten, um mehr über deren Aktivitäten und Visionen zu erfahren, aber ebenso das Portfolio des CIC – Carinthian International Club im Detail kennen zu lernen. Beide Vereine sind maßgeblich von Monika Kircher mitgestaltet beziehungsweise initiiert worden. In ihrem Eingangsstatement berichtet Kircher über die Beweggründe, die 2008 zur Gründung des CIC führten. Als damalige Vorstandsvorsitzende bei Infineon in Villach sah sie sich in einem Innovationsprozess der Tatsache gegenüber, dass ein nachhaltiges Fortkommen des Unternehmens auch internationale Expertise und damit ausländische Fachkräfte benötigt. Diese Menschen aus aller Welt mussten mit ihren Familien in Kärnten ankommen und andocken können. Gemeinsam mit weiteren Industriebetrieben und der Industriellenvereinigung wurde so der Carinthian International Club gegründet. Dass neben allen Angeboten und Aktivitäten des Clubs darauf aufbauend auch noch die Internationale Schule in Kärnten entstanden ist, darauf ist Kircher besonders stolz.
 

Die Attraktivität für internationale Fachkräfte und deren Familien ist jedoch nicht die einzige Herausforderung Kärntens in den letzten Jahren. Vor dem Hintergrund der Ereignisse rund um die Heta-Abwicklung und den Ruf unseres Bundeslands war es nötig, einen kräftigen zivilgesellschaftlichen Akzent zu setzen. Kircher gründete gemeinsam mit Christoph Kulterer, Cattina Leitner, Christof Zernatto und Wolfgang Wisek die Initiative für Kärnten. Ihnen allen war und ist klar, „dass man was tun müsste“. Zum Unterschied vieler anderer sagen sie sich „darum tun wir jetzt etwas“! Die Initiative ist als parteipolitisch unabhängige Plattform und für ein offenes, initiatives, selbstbewusstes und innovatives Kärnten gestaltet. Mittlerweile haben sich unzählige Persönlichkeiten der Initiative angeschlossen und tragen die Ideen und Aktivitäten mit.

 

Stopp dem ‚brain drain‘, hallo ‚brain gain‘!

Margit Heissenberger, Geschäftsführerin der Initiative für Kärnten, stellte anschließend das neueste Projekt vor. Unter dem klingenden Titel „Back to Carinthia“ werden vornehmlich Kärntner Studierende in Wien und anderen auswärtigen Studentenstädten adressiert, um während oder nach dem Studium Perspektiven in der Heimat aufgezeigt zu bekommen. Damit sollen die vorübergehenden „Auswanderer“ zu „Rückkehrern“ werden, denn Studienergebnisse und Gespräche mit Betroffenen ergaben, dass die vermeintliche Perspektivenlosigkeit zum Wegbleiben verleitet. Und das oft ungewollt, denn in ihnen lebt große Heimatverbundenheit und oftmals „Heimweh“. Um den Studierenden Kärntner Möglichkeiten für Jobs, Praktika, Masterarbeiten und so fort bieten zu können, akquiriert Heissenberger Mitstreiter und Unterstützer. So ruft sie auch die anwesenden WdF-Mitglieder auf, das Projekt zu fördern und zu promoten.
 

Jenen, die nach Kärnten gekommen sind, um hier zu arbeiten und zu leben, widmet sich der CIC. Geschäftsführerin Rosalia Kopeinig erzählt von der Entstehung und den Jahren des Aufbaus. Ausgehend von einer Bestandsaufnahme und häufigen Schwierigkeiten von ‚Expats‘ wurden diverse Informationen über Österreich, das Leben hier und unterschiedliche Regelungen gesammelt und zusammengefasst. Dazu sind Infoveranstaltungen gekommen, beispielsweise über rechtliche sowie steuerliche Fragen bei Einkommenssteuer oder Gesundheitsversorgung. Weitere Aktivitäten und Maßnahmen wurden gestartet, wie zum Beispiel die ‚Summer Kids‘, Konversationsgruppen und ‚Language Swaps‘, ‚Get Togethers‘ und nicht zuletzt das CIC-Jobservice. Bei dieser Plattform geht es darum, den Angehörigen ausländischer Fachkräfte in Kärnten ebenso berufliche Perspektiven zu eröffnen. Kopeinig betont zum Abschluss, dass der Verein für alle Interessierten offen ist, egal ob im Ehrenamt oder als Mitglied, egal ob aus dem Ausland kommend oder angestammter Kärntner.

 

Beide Initiativen sind ein wertvoller Beitrag zur Hebung der Attraktivität Kärntens und zeichnen ein weltoffenes und modernes Bild unseres Landes, in dem Perspektiven, Entwicklungsmöglichkeiten und Vielfalt im Zentrum stehen.

 

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