Kärnten

Mikroelektronik auf der Bühne

Erster bundesländerübergreifender Cluster stellt sich vor

16.10.2017, 17:30 - 20:00 Uhr

Seit Anfang 2017 ist der Silicon Alps Cluster nun operativ tätig. Er ist der erste dieser Art in Österreich, der mehrere Bundesländer umfasst und als zentrales Interessensfeld die (regionale) Elektronik und Mikroelektronik im Blick hat. Angelehnt an das fantastische ‚Silicon Valley‘ wurde auch der Name gewählt, nur dass bei uns Hochtechnologie und Electronic Based Systems aus den Alpen kommen, und nicht aus den Ebenen des Valleys.

Beim Besuch der WdF-Mitglieder im Oktober erklärte Clustergeschäftsführer Günther Lackner die Struktur, den Organisationsaufbau und die Miteigentümerverhältnisse. Besonderes Augenmerk legte er jedoch auf die Wirkungsfelder und Kernthemen, mit denen sich das kleine, aber schlagkräftige Team beschäftigt. Querschnittsmaterien sind zu erkennen, denn Lackner vertritt große wie kleine Mitgliedsunternehmen aus dem Hardware-Elektronikbereich, beispielsweise in Feldern, die man landläufig als Standortmarketing bezeichnen würde, ebenso wie in Bereichen der Interessensvertretung zur Schaffung unterstützender politischer Rahmenbedingungen. Ganz besondere Bedeutung hat die internationale, nationale aber auch regionale Sichtbarkeit der Kooperationspartner im Netzwerk. Der Cluster bietet allen Mitgliedern die Möglichkeit, vor den Vorhang zu kommen und sich vorzustellen bzw. von den anderen Clusterpartnern wahrgenommen zu werden und sich zu vernetzen. Allzu oft mangelt es am Wissen um die gegenseitige Existenz und das erschwert es, gerade regionale Wertschöpfungsketten zu verdichten. Am internationalen Parkett hilft das Team von Silicon Austria den Mitgliedern zum Beispiel bei Messeteilnahmen oder organisiert Delegationsreisen. Besonders kleinere Unternehmen tun sich da erfahrungsgemäß alleine schwer, die nötigen Kontakte zu knüpfen oder Finanzmittel aufzustellen. Und ‚Online‘ sind die Clustermitglieder künftig ‚on stage‘ und stellen sich per Video vor. Auch das ist ein innovatives Produkt des Geschäftsführers.

In der Mikroelektronik steckt Potential

Lackner sei davon überzeugt, dass im Süden Österreichs bis zu 150 Unternehmen, Institutionen und Forschungseinrichtungen gut in den Kärntner-Steirischen Silicon Alps Cluster passen würden. Das bedeute mehrere Tausend Arbeitsplätze, die es heute bereits gibt und welche zu erhalten sind, oder künftig erst entstehen können, wenn die Mikroelektronik durch die passenden Rahmenbedingungen global wettbewerbsfähig bleibt. Er sei auf jeden Fall mit den 77 Kooperationspartnern im ersten Jahr des operativen Bestehens sehr zufrieden. Auch die Finanzierung sei für die ersten drei Jahre gesichert, denn das Private-Public-Partnership erhält 75% des Budgets aus Fördertöpfen. Lobende Worte findet Lackner überdies für die politischen Akteure in Kärnten und der Steiermark, die voll hinter dem Cluster und seinen ambitionierten Zielen stünden. Schließlich gehe es um nicht mehr und nicht weniger, als den Süden Österreichs dauerhaft und weltweit als eines der Zentren für Hochtechnologie zu etablieren.


 

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