Burgenland

Neujahrsempfang mit Fachvortrag: Veränderungen

Von Verweigerung zu Akzeptanz

23.01.2018, 18:00 - 21:30 Uhr

WdF_Neujahrsempfang_2018_Helga_Kölndorfer_Andrea_Bischel_ Silvia_Dirnberger_Johannes_Ernst_Gerhard-Tomasitz

Gute Stimmung herrschte im Esterházy-Weingut beim Empfang des WdF und der Volkswirt­schaftlichen Gesellschaft. Der Saal beim Vortrag ist bis auf den letzten Stuhl besetzt, das Thema interessiert.

Und tatsächlich folgen die rund 70 Personen dem Vortrag von Silvia Dirnberger aufmerksam. Als Einstieg erzählt sie Persönliches, wie sie zur Psychotherapie gekommen ist, einer Methode, der sie damals gar nichts abgewinnen konnte: Als gelernte Krankenschwester erkrankte sie schwer und wurde von der Schulmedizin aufgegeben. Durch die Arbeit mit einem Priester und Psychothera­peuten wurde sie wieder gesund, nach vier Jahren Therapie war sie beschwerdefrei und der Schulmedizin „suspekt“. Die Psychotherapie half ihr, bestehende Verhaltensmuster zu ändern und ihre Autoimmunerkrankung zu überwinden.

Krisen sind oft mit Not verbunden und Not ist der Motor für Veränderungen. Doch zur Veränderung gehört auch die Bereitschaft, sich zu verändern. „Menschen wehren sich nicht gegen Veränderung, sondern dagegen, verändert zu werden.“ (Peter Senge) Wir können uns im Leben nicht immer aussuchen, was uns widerfährt, doch wir können beeinflussen, wie wir damit umgehen. Dabei bestimmt nicht das Denken, was wir tun, sondern das Fühlen. Und im Fühlen sind wir wesentlich schneller als im Denken.

Veränderungen – ob im Privaten oder Beruflichen – lösen Ängste aus. Um damit besser umgehen zu können, ist es wichtig, zu wissen: Was bin ich? Wo will ich hin und mit wem? Vor allem bei Verän­derungen in Unternehmen bleibt oft die Frage nach dem Sinn dieser unbeantwortet. Die Führung muss jedoch Antworten darauf geben, damit das Wozu den betroffenen Personen, klar wird.

Die Führung muss sich dessen bewusst sein, dass sie Verantwortung für alle zu tragen hat, nicht für einzelne. Darum ist auch eine angemessene Trennungskultur in Unternehmen wichtig. Bei Verän­derungen unterscheidet Dirnberger-Puchner sieben Typen: Aktiv Gläubige und Visionäre - die sofort Feuer und Flamme sind und positiv eingestellt - und solche, die bei Veränderungen das Unternehmen lieber gleich verlassen – die Emigranten. Die Abwartenden, Opportunisten und die offenen Gegner stellen nicht das Problem da. Aber die Untergrundkämpfer, jene die Unruhe stiften und die Führung in Frage stellen. Von solchen Personen, rät Dirnberger-Puchner, muss das Unternehmen sich trennen. Ohne Kompromisse und sofort. Denn oft reicht einer, um eine „Revolution“ anzufachen.

Veränderungen sind unser ständiger Begleiter im Leben und einer der stärksten Triebe des Menschen ist, festzuhalten, was gerade ist. Veränderung braucht daher Mut, die Komfortzone zu verlassen, weil wir nicht wissen, was danach sein wird. Aber: Nicht die stärkste und nicht die intelligenteste Spezies überlebt, sondern diejenige, die sich dem Wandel am besten anpassen kann.

Nach dem Vortrag gab es noch zahlreiche, angeregte Gespräche im Publikum und die Gelegenheit bei Wein und Käsegebäck zu netzwerken.

Die WdF-Mitglieder kamen sehr zahlreich

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