Kärnten

Nischenproduzent im Maschinenbau

Die KMF Maschinenfabriken verkaufen nicht nur Mühlen für Industriemineralien oder Kipptrommelöfen zum Einschmelzen von Nichteisenmetallen wie Aluminium oder Kupfer, sie verkaufen höchsteffiziente Verfahren und perfekten Service - und dies nahezu überall auf der Welt.

02.07.2015

 

„Unsere Servicetechniker sind erfahrenste Weltenbummler“, meint KMF-Geschäftsführer Oliver Zlamal beim Besuch des WdF-Kärnten Anfang Juli: „Obwohl wir nach allen Regeln der Kunst zertifiziert sind, ohne Baustellentraining geht es nicht.“ Auf 4.000 Metern Seehöhe in einem Bergwerk irgendwo im chilenischen Hochland ist mehr als nur technisches Verständnis gefragt. Da muss man den Körper sukzessive an die extremen Bedingungen gewöhnen. Mit den speziellen Nasskugelmühlen der KMF lassen sich auch aus vermeintlich ausgeschöpftem Material, den sogenannten Minen-Tailings noch die letzten Gramm an Guterz wie Gold, Platin oder Silber gewinnen. Diese der KMF-Technologie nachgelagerte Technik des chemischen Ausflottierens beherrschen ebenfalls nur sehr wenige Unternehmen weltweit. Eine Referenzanlage im Laborformat steht übrigens auch am Unternehmensstandort in Villach. Hier wird den Kunden anhand ihres eigenen Materials gezeigt, was technisch möglich ist.
Über 200 solcher Mühlen stehen inzwischen weltweit und rechnen sich für gewöhnlich nach wenigen Jahren Betriebslaufzeit. Teil des KMF-Pakets ist auch der perfekte Service. Um für den Ernstfall gerüstet zu sein werden am Standort auf tausenden Quadratmetern nahezu sämtliche Ersatzteile bevorratet, um bei Bedarf blitzschnell per Luftfracht überall hin versandt werden zu können. An zwei weiteren Standorten produziert die KMF übrigens auch, in Malaysia und in unmittelbarer südlicher Nähe in Bosnien-Herzegowina.


Hocheffizientes Alu-Recycling
Ein anderer großer Schwerpunkt des Unternehmens sind die Kipptrommelöfen zum Recycling von Nichteisenmetallen wie z.B. Aluminium. Erstens lässt sich Aluminium perfekt wiederverwerten, zweitens braucht das Umschmelzen etwa nur 5 Prozent der Energie, die für die Gewinnung aus dem Primärrohstoff Bauxit aufgewendet werden müsste. Mit den Kipptrommelöfen der KMF lässt sich so ein Gewinn von 50 bis 100 Euro pro Tonne Einsatzmaterial erzielen. Die Amortisation der Anlagen ist auch hier extrem kurz und kann in rund 2-3 Jahren erreicht werden. Bei kompletten Umschmelzanlagen zwischen 5.000 und 20.000 Jahrestonnen ist die KMF praktisch ohne Konkurrenz. Im Vorjahr hat man für den geschlossenen Recyclingansatz übrigens den „Econovius“, den Sonderpreis im Rahmen der österreichischen Staatspreise für Innovation, erhalten.
Die KMF Maschinenfabriken wurden im Jahr 1873 gegründet und sind bereits in fünfter Generation in Familienbesitz. Sie beschäftigen rund 100 Mitarbeiter aus 11 Nationen. Von der Planung über das Engineering bis zur Montage machen die KMF alles selbst. Die Exportquote beträgt 95 Prozent. Geliefert wird praktisch auf alle Kontinente. 

 

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