Bund

„Postconventional Leadership – Führung in Zeiten des Wandels"

Komplexität, Volatilität, Unsicherheit, Ambiguität, Geschwindigkeit und wie man damit umgehen lernt, erfuhren die Teilnehmer beim WdF-Expertenfrühstück.

20.03.2015

Darüber und welche Qualitäten und Skills postkonventionelle Führung braucht bzw. wie man sich als Führungsperson auf diese Entwicklung vorbereiten kann, referierten Elisabeth Leyser (geschäftsführende Gesellschafterin von HILL Management) und Michael Paula (Creative Catalyst bei nowhere) nach einer Begrüßung durch Wolfgang Hammerer.

Gleich zu Beginn stellte Paula vier Führungskräfte-Typen in den Fokus:

Der Opportunist - Er möchte Chancen erkennen und für sich umsetzen.
Der Experte - "Je mehr ich weiß, umso besser"
Achiever - Er setzt sich Ziele und gibt Strategien vor, bewegt sich im rationalen Bereich.
Innovator/Shaper - "Da muss es doch mehr Möglichkeiten geben!" Nimmt die Welt anders wahr, denkt, redet und nimmt Raum in Anspruch.

"Veränderung bedeutet, aus einer Komfortzone rauszugehen", so der Innovationsprofi. Der Status Quo muss hinterfragt, kreative Spannung aufgebaut werden. "Es ist Wahnsinn, immer das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten!"

Die vier Qualitäten: Die Aktion - Die Ganzheit - Der kreative Funke - Ins Unbekannte gehen setzen Vitalität, Intention, Präsenz und Vernetzung voraus und werden bei nowhere gerne mit einem Zen-Bogenschützen verglichen: zurück gehen, Spannung aufbauen, loslassen - dann der Schritt ins Unbekannte. Paula rät dazu sich selbst die richtigen Fragen zu stellen, jenseits des rationalen Verstandes auch mit Emotionen zu arbeiten, zu lernen, wie man inspirierende Geschichten erzählt. Viele Menschen sind durch PowerPoint-getragene Meetings gelangweilt. Hier eine Tabelle, da ein Diagramm, Zahlen, Daten, Fakten und fertig ist das vermeintlich effiziente Meeting. Die gute alte Fragerunde wird aber wiederentdeckt.

Je nach Kultur des jeweiligen Landes gibt es auch eine Vorbereitungsphase, Meetingforms - vordesignte Meetingvorschläge - kommen zum Einsatz. "Es wird darauf geachtet keine Diskussionen sondern kreative Dialoge entstehen zu lassen", so die Managerin für den Bereich Personal- und Organisationsentwicklung in der HILL-Gruppe. "Die Art und Weise ein Meeting zu verändern kann die Initialzündung zur generellen Veränderung sein." Doch die Erfahrung zeigt, dass selbst beim besten Willen "das Alte" stets dominat bleibt.

Zusammenfassend gilt für Postconvention Leaders: Sie setzen ihr eigenes Potenzial und das ihrer Mitarbeiter und ihrer Organisation frei, schaffen und halten Raum für Innovation und durchbrechen Konventionen und Normen zum Wohl des Ganzen. Sie nützen kreative Spannung, suchen nach Sinn und Bedeutung und sind bereit zu experimentieren und fürchten das Unbekannte nicht Postconvention Leaders sind in sich sicher rund reflektiert und nützen mehr als nur ihre Ratio.

Mit dabei waren unter anderem:
Johann Donabauer (Cimbria Heid), Kornelia Epping (MOVES consulting), Jörg Fessler(Fessler Werbeagentur), R. Niki Harramach (Management Beratung), Tamas Horvath(Raiffeisen Bank), Renate Krammer, Werner Kuras (GPM Management Consulting), Andreas Leitgeb (Trenkwalder), Markus Lenotti (Lenotti Advisors), Werner Müller(Allianz Elementar), Eduard Müller (Linde Verlag Ges.m.b.H.), Konrad Noé-Nordberg(nnc noé-nordberg consulting), Johann Pinterits (Gourmet Menü-Service), ManfredRauch, Stefan Reichelt (NP Neumann & Partners), Josef Rupp (HOCHTIEF Construction), Josef Sieß (EUSPUG), Cornelia Spannlang (COWOS Telefonmarketing), Edwin Spraider (Unternehmensberatung), Stefan Straif (3 Banken Versicherungsmakler), Roman Teichert (OTIS), Martin Wagner (Caritas Burgenland), Georg Wagner (Spirit Design - Innovation and Brand) und Johannes Winkler (REWE International)

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