Kärnten

Top-Gespräch mit LR Martin Gruber

Investitionsimpulse für den Zentralraum und die ländliche Entwicklung

13.11.2018, 08:30 - 10:00 Uhr

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Alle zu bedienen ist gelebte Chancengleichheit

 

Peripherie und Zentralraum im Fokus des zuständigen Kärntner Landesrats

 

Zum letzten Top-Gespräch des Jahres lud das WdF-Kärnten den Landesrat für Agrar-, Forstwirtschaft und Jagd, ländliche Entwicklung und Straßenbau, Martin Gruber, ein. Der 35 Jahre junge Vollblutpolitiker – er war bereits mit 25 Jahren Bürgermeister seiner Heimatgemeinde Kappel am Krappfeld, gab den WdF-Mitgliedern Einblick in die bisherige Regierungsarbeit und seine Überzeugungen und Schwerpunkte im seinen Zuständigkeitsbereichen. Natürlich ging es dabei um die ruralen Gebiete Kärntens gegenüber dem Zentralraum und alle damit verbundenen Effekte bzw. Konsequenzen.

 

Abwanderung beschäftigt Kärnten intensiv, die Politik hat das Problem erkannt und nähert sich diesem mit unterschiedlichsten Lösungsansätzen. Für Gruber ist die Abwanderung „jung und weiblich“. Naturgemäß sieht er dabei besonders den ländlichen Raum gefährdet. Kärnten sei nicht urban, meint er. Da sei zwar der Zentralraum Klagenfurt-Villach, aber der ländliche Raum, flächenmäßig überwiegend, sei wichtig für Kärnten. Eine professionelle Regionalentwicklung sieht Gruber als unumgänglich, wobei für ihn wichtig zu betonen sei, dass Pläne und Ideen, ob seitens der zuständigen Politik oder anderer Stakeholder, wichtig seien, deren Umsetzung jedoch noch viel bedeutender. So gehe es also um konkrete Planrealisierungen, um den ländlichen Lebensraum attraktiver zu gestalten, die Wirtschaft dort zu beleben, Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen.

 

Masterplan für die Peripherie

 

Generell ist Landesrat Gruber der Ansicht, dass der Standort Kärnten international effizienter beworben werden müsse. Diese Forderung hörten die WdF-Vertreter tatsächlich schon von vielen politischen Protagonisten. Gruber meint auch, dass der Standort bloß so Fortschritte machen könne. Einem Teil des Standortproblems, der Abwanderung, müsse dabei gerade auch durch funktionierende Infrastruktur, nämlich digitale und analoge, entgegengewirkt werden. Das bedeutet für den Landesrat des ländlichen Raums, dass überall hin der Ausbau, sei es nun von Breitbandversorgung oder Straßen, vorangetrieben werden müsse. So sehe laut ihm Chancengleichheit aus. Um von Vorstellungen zu Plänen und schlussendlich Umsetzung zu kommen, werde ein Masterplan für den ländlichen Raum ausgearbeitet werden. Dazu werden alle Stakeholder, unter anderem die Landwirtschaftskammer und die Wirtschaftskammer, intensiv eingebunden, verspricht Gruber. Weil er aber auch davon überzeugt sei, dass der ländliche Raum bloß im Einklang mit einem starken Zentralraum gut zu entwickeln sei, werde dies in seinem Generalplan jedenfalls Niederschlag finden.

 

Viele positive Bemühungen und Projekte

 

Gruber nimmt seine Aufgaben sehr erst, ist beseelt von dem Wollen, etwas zu bewegen. Sein großes Ziel ist es, Kärnten kinder- und enkeltauglich zu machen, das Land funktionierend, ausgebaut und attraktiv zu machen für ein Leben, Arbeiten und Wirtschaften hier. Auch das hat man von anderen Politikern schon gehört. Er macht sein Bestreben aber auch an konkreten Projekten fest, sei es nun der Ausbau der Drautalstraße, die Klagenfurter Ostspange oder der Sicherheitsausbau der Klagenfurter Schnellstraße. Außerdem freut er sich natürlich über die beeindruckende Großinvestition bei Infineon und dessen Auswirkung auf die regionale Wertschöpfung. Nach seiner Darstellung sind viele gute Pläne und erfolgreiche Projekte also auf dem Weg. Es bleibt zu hoffen, dass junge Frauen dadurch von der Abwanderung aus dem Kärntner ländlichen Raum abgehalten werden können.

 

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