Bund

WdF-Podiumsdiskussion bei Personal Austria

"Talente-Fahndung mit mobiler Jobsuche – ein zukunftsträchtiger Weg?"

10.11.2016, 13:00 - 13:45 Uhr

WdF_Personal_Austria_2016

Auch heuer war das WdF bei der "Personal Austria" mit einer Podiumsdiskussion vertreten. Als Special für Mitglieder des Wirtschaftsforum der Führungskräfte standen natürlich wieder Freikarten zur Verfügung.

Über 50 % der Webzugriffe in Österreich kommen von Smartphones. Viele Branchen bieten bereits mobil-taugliche Versionen ihrer Websites. Das Personal-Recruiting ist auch von diesem Wechsel betroffen, doch die Entwicklung geht hier in die andere Richtung: Der steigende Einsatz automatisierter Recruiting-Prozesse konfrontiert Bewerber mit seitenlangen Online-Formularen. Obwohl Stellenanzeigen heute meist mobil konsumiert werden, ist die sofortige mobile Bewerbung vom Smartphone unmöglich. Potentielle Bewerber gehen verloren, Stellen bleiben unbesetzt.

Das Praxisforum des WdF diskutierte über die neue Möglichkeit des Recruitings mittels eigener Apps, die den Prozess sowohl für Unternehmen als auch für den Arbeitnehmer erleichtern soll: Die Bewerber können sich mit einem Klick in das Unternehmen ihrer Wahl vernetzen und die Unternehmen bekommen die strukturierten Bewerberdaten direkt in ihr Recruiting-System übertragen. Die Bewerbung kann sofort- ohne manuelle Eingaben – bearbeitet werden.

Iris-Sabine Bergmann, Head of Recruiting & Employer Branding Austria bei Raiffeisen Bank International AG : "Einen schnellen Bewerbungsablauf erwarten sich vor allem die Jungen Leute, das klassische Schreiben verschwindet. Die Führungskräfte in den Unternehmen müssen dahingehend sensibilisiert werden, dass sich der Berwerbungsmarkt ändert. Der heutige Trend des mobilen Recruitings wird in 5-10 Jahren state of the art sein."

 Jürgen Melmuka, Instapp Gründer und Geschäftsführer der Appvelox GmbH: "25 % der 100 Top-Unternehmen in Östereich bieten bereits diese Möglichkeit. Doch wie motiviert man die Kunden/Bewerber ihre Daten an das Unternehmen zu senden? Datensicherheit hat hier oberste Priorität, Vertrauen schafft man, indem man die Bewerbung nicht allzu einfach macht und mit gewissen Vorgaben für ein Mindestniveau sorgt."

Johannes Zimmerl, Direktor Konzernpersonalwesen, REWE International AG: "Es ist sinnvoll, mit namhaften Anbietern (Karriere.at, Stepstones...) zusammen zu arbeiten, heutzutage laufen Bewerbungen fast ausschließlich in digitaler Form ab. Es gibt aber auch noch den guten alten Bewerbungsbogen, der in den Filialen aufliegt solange daran Bedarf besteht. Viele Bewerber schicken Unterlagen zu vielen verschiedenen Unternehmen, um so die Firmen zu testen und zu screenen. Bei der REWE Group wird jede Bewerbung ernsthaft aufgenommen."

Durch die Diskussion führte unser langjähriges WdF-Mitglied, Hubert Riener.

 

 



 

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