Vorarlberg

WdF Sommerfest

Besichtigung Festspielbühne und Führungstalk mit "Festspielpräsident" Hans-Peter Metzler

29.06.2018, 17:30 Uhr

Dieses Jahr führte uns unser traditionelles Sommerfest an den Bodensee. Wir luden zu einem Blick hinter die Kulissen der Bregenzer Festspiele und anschließend zum Sommergespräch mit "Festspielpräsident" Hans-Peter Metzler über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Mitarbeiterführung im Kulturbereich und in der High Tech Industrie ein.

Wussten Sie, dass in der Festspielsaison 2018 insgesamt über 80 Veranstaltungen das Publikum begeistern werden? Dass die Bregenzer Festspiele der Initiative engagierter Bregenzer Bürger in der unmittelbaren Nachkriegszeit zu verdanken sind und unter der Präsidentschaft von Hans-Peter Metzler ihre bisher erfolgreichsten Jahre erleben durften? Das und noch vieles mehr konnten die knapp 60 geladenen Gäste im Rahmen unserer Führungen hinter die Kulissen der Seebühne und im anschließenden Führungstalk mit dem „Festspielpräsidenten“ aus erster Hand erfahren.

Foto: Hinter den Kulissen der Bregenzer Festspiele - (c)Defranceschi

Führungstalk mit Hans-Peter Metzler

Weshalb der Unternehmer nach Jahren international erfolgreicher Geschäftstätigkeit an den Standort Vorarlberg zurückgekehrt ist und hier sein Vorzeigeunternehmen Newlogic aufgebaut habe? Zuallererst, weil er hier geboren ist. Eine vernünftige Infrastruktur und Geisteshaltung nennt Metzler als zusätzliche Argumente. Er habe schon vor 30 Jahren erkannt, dass man den Mitarbeitenden etwas bieten müsse, wenn man sie nach Vorarlberg holen wolle. So sei er über den Freundeskreis letztlich zur Präsidentschaft der Bregenzer Festspiele gekommen.

Was sein „Erfolgsrezept“ als erfolgreicher Unternehmer sei? Falls es so etwas wie ein Rezept überhaupt gebe, nennt er die richtigen Leute als Hauptzutat – viel wichtiger als das Produkt selbst. Viele Unternehmen sind erfolgreich mit Produkten, die im Grund gar nicht benötigt würden.

Als weitere wesentliche Faktoren nennt Metzler Fleiß und ein Quäntchen „Fortune“. Seiner Erfahrung nach komme es vor allem darauf an, die Dinge anzupacken: Ja zu sagen zu einer Herausforderung und aus dem, was ansteht etwas zu machen und die Dinge gleich von Anfang an richtig zu machen. Was in der Volksschule verbockt werde, könne auch in einer Eliteuniversität nicht mehr wettgemacht werden.

Von Slogans wie „die Besten im Westen“ und „da arbeiten, wo Andere Urlaub machen“ hält Metzler wenig. Es gehöre schon weit mehr dazu, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen – und zu halten(!) – als ein paar Slogans, die man schlimmstenfalls am Ende selbst noch glaube. Von solchen Slogans habe man sich hierzulande etwas blenden lassen und entsprechend Einiges verschlafen: Eine eigene Universität zum Beispiel. Ein Institut in einem zukunftsweisenden Fachgebiet mit einer der international anerkanntesten Persönlichkeiten an der Spitze. Es werde für sein Dafürhalten zu wenig Wert auf Spitzenleistungen gelegt und statt einzigartiger Attraktionen zu viel Wert auf lokale Angebote von durchschnittlicher Qualität.

Seinen eigenen Erfolg führt er darauf zurück, dass er selbst fraglos eine charismatische Führungspersönlichkeit mit entsprechendem Vorstellungsvermögen und Zielen ist, sich in einer Vorbildfunktion sehe und auf die richtigen Leute setze.

Foto: "Festspiel-Präsident" Hans-Peter Metzler - (c) Metzler

Den Abend beendeten wir wie gewohnt mit Networking in entspannter Atmosphäre.

 

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