Kärnten

WdF bei Kärntens größtem privatem Arbeitgeber

24.11.2015, 15:30 - 17:30 Uhr

Betriebsbesuch bei High-Tech-Leuchtturm Infineon in Villach
Eigentlich ist es nicht so einfach, mit einer größeren Gruppe einen Besuchstermin zu bekommen, doch für das WdF Kärnten machte es Infineon möglich. Ende November kamen knapp 40 Mitglieder aus Kärnten und der Steiermark in den Vorzeigebetrieb, um exklusiven Einblick in den Standort Villach und Infineons Vision von „Industrie 4.0“ zu erhalten.

Halbleiter aus Villach sind überall
DI Andreas Kopp
von Infineon präsentiert den WdF-Mitgliedern das Unternehmen und bringt mit treffenden Vergleichen und praxisnahen Beispielen zum Ausdruck, dass Produkte aus Villach beinahe immer und überall zu finden sind – in jedem dritten Smartphone weltweit, in beinahe allen modernen Autos, in Chipkarten und Reisepässen. Infineon besticht durch Technologieführerschaft und setzt seine Schwerpunkte im Bereich Automotive, bei Energiesparchips, Leistungshalbleitern und im IT-Security-Bereich. In einem hochkompetitiven Umfeld kann man sich keinen „Durchhänger“ leisten – Forschung und Entwicklung wie auch Produktion sind in allen Aspekten optimiert. Von über 3.300 Mitarbeitern bei Infineon Austria sind unglaubliche 1.200 Personen in Graz, Linz und Villach mit F&E-Agenden betraut – Menschen aus der ganzen Welt, die bei Infineon jene Innovationen ermöglichen, mit denen globale Erfolge eingefahren werden. Fast 13 Milliarden Chips verlassen jährlich die Produktionsstätten in der Draustadt, wobei die Fertigungszeiten für Produkte zwischen einigen Wochen bis zu einigen Monaten betragen. Die ausgeklügelte Prozesssteuerung ermöglicht es, dass gleichzeitig so viele verschiedene Produkte in der Fertigung bearbeitet werden.

Noch ausgeklügelter – Industrie 4.0
Infineon investierte im letzten Jahr 320 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung. 2013 erhielt man den Staatspreis für Innovation, denn den Villachern gelang es als ersten weltweit, einen 300 Millimeter „thin wafer“ (Siliziumscheiben) herzustellen. Nur hier wird diese Technologie beherrscht. Man ruht sich jedoch nicht auf seinen Lorbeeren aus. Intensiv wird an den Halbleitermaterialien der Zukunft geforscht – Siliziumkarbid und Galliumnitrid sind im Gespräch. Und zur gleichen Zeit ist Infineon auch ein ganz bedeutender Treiber des Themas Industrie 4.0 in Österreich. Im Oktober wurde der erste Pilotraum – die Fabrik der Zukunft – bei Infineon in Villach eröffnet. Das „Internet der Dinge“ bringt eine intelligente Vernetzung von Dingen, Objekten und Prozessen – es erhöht die Effizienz und die Flexibilität. Natürlich bringt es auch Herausforderungen mit sich, wie die Frage der Sicherheit der Netze, der Stabilität und Anpassung an neue Komplexität und selbstredend neu entstehende Anforderungen an Mitarbeiter und Management. Bei Infineon wird an diese Punkten intensiv und systematisch gearbeitet – einmal mehr bestätigt sich die Vorreiterrolle.
 

 

 
 

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