Bund

WdF bei Personal Austria

14.11.2018, 13:00 - 13:45 Uhr

Auch heuer war das WdF wieder bei der "Personal Austria" mit einer Podiumsdiskussion vertreten.

“Kompetente Führungskräfte unterstützen eine gesunde Führungskultur“

Eine „Führungspersönlichkeit“ besitzt die Fähigkeit, sich selbst als Führungskraft reflektieren zu können und zu erkennen, welche Mechanismen es braucht, um als Leader anerkannt zu werden. Gelingt es einer Führungskraft seine Mitarbeiter nach seinen Vorstellungen und oftmals unter schwierigen Anforderungen zu einem Team zu formen, dann ist die Basis für eine gesunde Führungskultur gegeben. Liegen Defizite im Führungsverhalten vor, verursacht das bei den Mitarbeitern ein leistungshemmendes Verhalten und hat logischerweise negative Begleiterscheinungen wie Stress, Unzufriedenheit oder Illoyalität.

Wie gelingt es den Verantwortungs- und Entscheidungsträgern, Defizite im Führungsverhalten im eigenen Unternehmen zu erkennen und diesen entgegenzuwirken?

Nach einer kurzen Präsentation der Studienergebnisse zum "WdF-Führungskräfte | Barometer"  durch Felix Josef | Geschäftsführer Triconsult Wirtschaftsanalytische Forschung GmbH, diskutieren:

Astrid Reitbauer | Leitung Recruiting & Employer Branding Henkel CEE: „Das Management muss heute auf Diversity setzen. Nur dann können ehrgeizige Ziele, die allen Stakeholders zugutekommen, mit Leidenschaft erreicht werden. Ein Führungsstil, der dabei auf Kommunikation, Offenheit, Flexibilität und Agilität setzt, unterstützt die Teams auf diesem Weg."

Bernhard Schindler| Geschäftsführender Geschäftsführer Profession Fit BGF GmbH: „Motivation ist im Arbeitsleben der Motor, der alles am Laufen hält. Wer gute Mitarbeiter finden und diese dauerhaft an das Unternehmen binden will, muss deshalb dafür Sorge tragen, dass es diesen gut geht und dass sie nachhaltig gesund und motiviert bleiben.“

Hans-Jürg Schürch | Directors Human Resources T-Systems Austria: "Gutes Personal ist schwer zu finden und schwer zu halten, die Mitarbeiter bringen ihre Leistung bei entsprechenden Rahmenbedignungen. Führungskräfte müssen neue Stile zulassen und neue Themen ausprobieren und sich daran anpassen. Gesunde Führung heißt Freiräume zu geben und Entscheidungsbefugnisse nicht nur zu delegieren, sondern in die Fachteams zu verschieben."

 

Zur Studie: Das WdF bereitet ein umfassendes System zur Betreuung von Führungskräften sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf Basis von Benchmarks vor. Die bisherigen Studien Von Gesundheit bis Einkommen fließen dabei ebenso ein, wie neu erhobene Daten. Eine erste Datensammlung zeigt, dass Managerinnen und Manager dem WdF gegenüber ehrlich und reflexiv agieren. Die eigenen Kompetenzen und der Beitrag zum Unternehmenserfolg werden hoch bewertet, allerdings wird auch gesehen, dass der eigene Führungsstil bei Change-Prozessen zu einem erheblichen Leistungsdruck führt.

Die befragten Führungskräfte betonen, dass sie für Ihre Entscheidungen Verantwortung übernehmen, dass sie mit Ihren MitarbeiterInnen auf Augenhöhe und respektvoll umgehen, sich selbst als Teamplayer verstehen. Die Geduld in schwierigen Situationen sehen die Befragten relativ bald am Ende und nicht alle Maßnahmen zur Verbesserung des Unternehmensklimas genießen uneingeschränkte Zustimmung.

Die Vorbildfunktion kann bei der eigenen Gesundheit, bei der Work-Life-Balance nur bedingt wahrgenommen werden. Auf die eigene Gesundheit achten die Führungskräfte - laut eigener Einschätzung – in vielen Fällen vie zu wenig und die Erreichbarkeit rund um die Uhr ist ein häufiges Defizit der österreichischen ManagerInnen.

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