Am 23. März besuchte das Wirtschaftsforum der Führungskräfte der Landesgruppe Kärnten die Drohnenarena von Prof. Weiss und der Firma Avemoi – ein einzigartiges Testgelände, in dem Forschung und Anwendung eng ineinandergreifen. Die Outdoor‑Arena dient als reales Testfeld für autonome Systeme in Luft und Boden – inklusive Wind, Wetter und allen Umwelteinflüssen.
Im Mittelpunkt standen aktuelle Forschungsprojekte zu autonomen Drohnen. Besonders beeindruckend war der Einblick in KI‑gestützte Drohnen, die etwa Tomatenbestände zählen und Lebensmittelketten automatisiert melden, welche Mengen in der kommenden Woche zu liefern sind. Auch im Katastrophenschutz eröffnen sich neue Möglichkeiten: Drohnenschwärme können große Flächen schneller analysieren, vermisste Personen lokalisieren oder schwere Lasten gemeinsam heben. Derzeit wird erforscht, wie Drohnen erkennen können, was ihre Nachbardrohnen tun – ein entscheidender Schritt für echte Schwarmintelligenz.

Ein zentrales Thema war die Lokalisierung, eine der größten Herausforderungen autonomer Systeme. Kamerasensorik, Fehlerkorrektur, Driftberechnung und die Auswertung von Sensordaten in Echtzeit sind wesentliche Forschungsfelder. Die Anwendungen reichen bis zur Unterwasser‑Inspektion von Schiffen.
Avemoi betreibt keine Auftragsforschung, sondern Applikationsforschung: Bewähren sich Technologien im Testbetrieb, werden sie in die Praxis überführt. Beeindruckend war auch die Kultur der Zusammenarbeit: Forscherinnen und Forscher kooperieren, statt zu konkurrieren – ein Ansatz, der Innovation sichtbar beschleunigt.
Der Blick in die Zukunft zeigt ein klares Bild: In drei bis fünf Jahren könnten Drohnenschwärme von einer Person remote gesteuert werden – ohne klassische Fernbedienung. Weltweit einsetzbare Multidrohnen‑Systeme könnten dann in Echtzeit unterstützen, analysieren und helfen.
Ein inspirierender Nachmittag, der eindrucksvoll zeigte, wie viel Potenzial in autonomen Systemen steckt – und wie nah Zukunftstechnologien bereits an der Anwendung sind.





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