Die Salzgrotte in Stöttera erwies sich als perfekte Location für den Vortrag von Matthias Reder: Grotte und Bitcoin-Mining passen gut zusammen. Reder, ein ehemaliger Banker und Kryptoexperte sieht Bitcoin als seriöse Anlage. Die Performance von Bitcoin ist statistisch höher als die traditioneller Aktienfonds, die Volatilität unterscheidet sich kaum. Die großen Investmentfonds investieren aufgrund dieser Tatsache bereits in Bitcoin.
Bitcoin wurde 2008 von Satoshi Nakamoto „erfunden“, wobei man nicht weiß, ob das der Name einer realen Person ist oder eventuell das Pseudonym für eine Personengruppe. Die maximale Anzahl von Bitcoin ist mit 21 Millionen Stück begrenzt. 94% davon sind bereits über den Miningprozess quasi auf dem Markt und je nach Angebot und Nachfrage handelbar. Die restlichen 6% oder ca. 1,2 Millionen Stück werden über den Miningprozess bis ca. 2040 ausgegeben.
Der enorme Energieaufwand für das Mining der Bitcoin wird heftig kritisiert, doch Matthias Reder sieht hier vor allem eine Chance, überschüssige Energie aus erneuerbaren Quellen, wie PV-Anlagen zu nutzen. Reder erklärt das am Beispiel des Königreichs Bhutan, einem der größten Bitcoin-Halter der Welt. Man investierte dort sehr stark in den Ausbau von Wasserkraft. Als man nicht genügend Abnehmer für die große Menge an Energie fand, erkannte der König, dass Bitcoin-Mining eine Möglichkeit bietet, den Strom zu verwenden. Der Umweltaspekt hängt also davon ab, mit welchem Strom die „Miner“ betrieben werden. Miner selbst haben keinen CO2-Ausstoß, die Wärme, die sie beim Minen erzeugen, kann als Heizquelle genutzt werden.
Nach dem Vortrag gab es eine Führung durch die Salzgrotte sowie angeregtes Networking.
Dieser Event wurde in Kooperation mit der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Burgenland durchgeführt.
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