Das Wirtschaftsforum der Führungskräfte Kärnten lud in der Serie „Top-Gespräch“ zum Frühstückstermin mit dem Kärntner Militärkommandant, Philipp Eder. Er gab den Mitgliedern des WdF‘s Kärnten Einblicke über die Führungsstrategie und die Führungsansätze des Militärs.
Brigadier Philipp Eder rückte im Jahr 1987 beim Bundesheer ein und wurde zum Offizier im Bereich der Panzergrenadiere ausgebildet. Nach seiner Ausmusterung als Leutnant zum Panzergrenadierbataillon 9 und einer Verwendung an der Theresianischen Militärakademie wechselte Philipp Eder nach seiner Generalstabsausbildung im Jahr 2000 an die Landesverteidigungsakademie. Ein Einsatz als Kontingentskommandant in Afghanistan, eine Verwendung als Kommandant des Panzergrenadierbataillon 35 sowie als Institutsleiter an der Landesverteidigungsakademie waren weitere wichtige Karriereschritte. Seit 2014 war Brigadier Eder Leiter der Abteilung Militärstrategie im Bundesministerium für Landesverteidigung. Bekannt wurde Brigadier Philipp Eder durch seine Expertise und Analysen des Ukraine-Krieges in diversen Medien. Seit 1. September 2023 ist Brigadier Philipp Eder der Militärkommandant von Kärnten.

Kärnten hat insgesamt 9 Kasernen und ca. 3000 Soldaten inkl. der Grundwehrdiener. Mit einer Quote von 70 % Militär-Grundwehrdienern und 30 % Zivildienern ist das Bundesland im österreichweiten Vergleich gut aufgestellt. Die Führungskompetenzen werden durch eine strategisch einheitliche Ausbildung vermittelt. Besonders wichtig ist dabei die strukturierte und grenzüberschreitende Ausbildung, die konsequent auf den Einsatz ausgerichtet ist. Das Motto lautet: „Train as you fight“.
Je nach Führungsebene herrscht ein unterschiedlicher Führungsstil, zumeist wird taktisch geführt. Dabei wird unterschieden in:
Die Führungsgrundsätze sind ein klares Ziel zu haben, das bei Bedarf abgeändert werden kann, die Ziele „einfach“ zu gestalten und einfach zu kommunizieren, immer beweglich zu bleiben, Initiative zur Vermeidung von Überraschungen, die Ökonomie der eigenen Kräfte realistisch zu beurteilen, Gewährung von Handlungsfreiheiten zur Zielerreichung und in diesem Zusammenhang klare Grenzen kommunizieren, Bildung von Reserven, Synchronität, Kooperation, Nutzen von Überraschung und Täuschung, Informationsüberlegenheit, Schutz und Sicherheit.
Im Anschluss an die spannenden Einblicke von Hr. Eder konnten die Mitglieder noch Fragen stellen und in der interessanten anschließenden Diskussion wurden die Parallelen zur Führung in Unternehmen diskutiert.





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