Mit diesem Satz startete Dr. Waldner das Frühstücksgespräch am Dienstag den 18. Feber 2025 über den Dächern von Klagenfurt. Das Wirtschaftsforum der Führungskräfte Kärnten lud in der Serie „Top-Gespräch“ zum Frühstückstermin mit Dr. Roland Waldner, Vorstandsvorsitzer des Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds. Er gab den Mitgliedern des WdF‘s Kärnten Einblicke über seinen Führungsansatz und seinen persönlichen Erfahrungen im langjährigen Führungsalltag.

Nach seinem Diplomstudium der Kunststofftechnik an der Montanuniversität Leoben war Dr. Roland Waldner als Universitätsassistent tätig. 1994 startete er als Produktentwickler bei PHILIPS consumer Lifestyle in Klagenfurt und blieb weitere 30 Jahre im Konzern. Zuletzt war er Forschung- und Entwicklungsleiter für Front-End Innovation bei PHILIPS bzw. der dem Konzern entsprungenen Einheit Versuni und zeichnete für die Forschungsstandorte Klagenfurt und Shanghai verantwortlich. Zusätzlich zu diesen Aufgaben hat Roland Waldner das Innovations- und Kreativitätsprogramm am Standort Klagenfurt entwickelt und trainiert.
Mit Anfang Mai 2024 nahm er seine Arbeit als Vorstand des Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds auf. Dr. Waldner sieht sich mehr als Leader, denn als Manager. Roland Waldner hat gelernt, andere zu verstehen, indem er die Perspektive wechselt und sich einen anderen »Hut« aufsetzt. Das hilft innerhalb einer Organisation, aber auch in Zusammenarbeit mit anderen. Wobei wir bei einer seiner nächsten Prinzipien wären. »Kooperation statt Konfrontation«. Er ist überzeugt, dass man mit Offenheit und Freundlichkeit mehr erreichen kann, als mit Zwang und Aggression. Dennoch ist er sich bewusst, dass das Klima auch manchmal rau sein kann und auch hierfür sieht er sich mit seiner Authentizität und seinem Durchhaltevermögen gut ausgestattet.
Hr. Waldner spricht sich klar gegen einen autoritären Führungsstil aus, dies verhindert die Freiheit zur Kreativität. „80 % führen und 20% managen“, dies ist die Formel für erfolgreiches Leadership, so Waldner. Die Aufgabe einer Führungskraft besteht im Vorleben, den richtigen Zugang zu den MitarbeiterInnen finden und sie selbst zu einer Lösung zu führen. Vor allem die Kunst, seine MitarbeiterInnen in einer aussichtslosen Situation zu begeistern, zeichnet eine erfolgreiche Führungskraft aus. Dabei ist es wichtig den MitarbeiterInnen einen Orientierungsrahmen zu bieten, der Freiheiten zum kreativen und lösungsorientierten Denken und Handeln zulässt sowie die Angst nimmt, Neues zu probieren.
Sein Ziel ist es, Prozesse so zu optimieren und die Förderung der MitarbeiterInnen-Entwicklung. Neue Prozesse werden intern als Pilotprojekt getestet, um die Angst vor Veränderungen zu nehmen. Wenn sich der Prozess als eine Verbesserung erweist, wird er eingeführt. Die MitarbeiterInnen sollen befähigt werden, Verantwortung zu übernehmen und selbst Entscheidungen zu treffen. Dabei ist Hr. Waldners Aufgabe sie auf diesem Weg zu unterstützen und ein Vorbild zu sein. „Wenn Not am Mann ist, stehe ich selbst am Wochenende im Labor“, so Waldner. Wichtig dabei ist, mit sich selbst in Balance zu sein und sich täglich selbst zu reflektieren.
Im Anschluss an die Impulse von Hr. Waldner folgte eine angeregte Diskussion über die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Kärnten. Das Resümee der Diskussion ist, dass Kärnten sehr gute und viele Unternehmen hat, die durch Kooperationen die Attraktivität des Wirtschaftsstandort Kärnten erhöhen würden.






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