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Nachbericht: 44. WdF-Einkommensstudie der österreichischen Manager: innen

Nachbericht: 44. WdF-Einkommensstudie der österreichischen Manager: innen

Veranstaltungsdatum und -zeit:
27 August 2025
10:00 Uhr

PRESSEMITTEILUNG | 27. August. 2025

44. WdF-Einkommensstudie der österreichischen Manager: innen zeigt: Führungskräfte verlieren das vierte Jahr in Folge Einkommen. Sonderteil: Risikobewusstsein und Hygienefaktoren.

Haus der Industrie (OTS) –

Für die Erstellung der 44. WdF-Einkommensstudie wurden die Angaben von 598 Führungskräften aus der ersten und zweiten Führungsebene durch das Marktforschungsinstitut TRICONSULT gesammelt und ausgewertet. Die Studie wurde durch dir Kanzlei Drachsler-Linzer notariell begleitet. Die größten Herausforderungen

Manager*innen sind nach wie vor mit Fachkräftemangel konfrontiert, dazu kommen die politischen Unsicherheiten vom Krieg in der Ukraine bis hin zur Zollpolitik des US-Präsidenten.

Diese Rahmenbedingungen und die Einschätzung der Fähigkeiten und Voraussetzungen zur Erreichung von Unternehmens Resilienz sind ein weiterer Schwerpunkt der heurigen Studie.

Gesamteinkommen

Das Jahreseinkommen der Führungskräfte der ersten Führungsebene ist im Jahresabstand um 1,3% auf 262.500 Euro gefallen und damit zum vierten (!) Mal in Folge real gesunken. Die zweite Ebene erzielt ein Jahresgesamteinkommen von 170.100 Euro, um 3,9% mehr als 2023. Inflationsbereinigt sind das für die zweite Führungsebene plus 0,8%, für die erste Führungsebene minus 4,1%.

Seit 2020, dem bisherigen Höhepunkt der valorisierten Kaufkraft der Top-Führungskräfte, belaufen sich die realen (inflationsbereinigten) Verluste auf mehr als 13%.

Netto verdienen die Top-Manager*innen im Schnitt der hier berücksichtigten 418 Befragten der ersten Führungsebene 135.800 Euro, die der zweiten Führungsebene 92.900 Euro. Im Vergleich dazu betrug das Jahresdurchschnittsgehalt laut Statistik Austria von Angestellten im Jahr davor (2023) 61.100 Euro brutto und das von Beamt*innen 68.400 Euro.

Manager übernehmen Verantwortung und steuern ihr Unternehmen in stürmischen Zeiten mit hohem persönlichem Einsatz und hoher Arbeitsbelastung! Vergütung muss diese Verantwortung widerspiegeln, erklärt Roman Teichert, WdF-Bundesvorsitzender.

Inflationsbereinigtes Gesamteinkommen

Das Gesamteinkommen der Manager*innen der ersten Führungsebene setzt sich aus einem gleich gebliebenen Grundgehalt (von 191.000 Euro auf 190.300 brutto) und den variablen Bestandteilen zusammen, die sich im Schnitt auf 72.200 Euro brutto belaufen. Nur mehr 59% (nach zuletzt 61%) der Führungskräfte erhalten einen variablen Gehaltsbestandteil, im Schnitt deutlich mehr als die zuvor erreichten 62.700 Euro, nämlich 98.900 Euro. Weitere 23% erhielten zusätzliche Geldleistungen, die dabei im Schnitt 55.800 Euro ausmachten.

Größte Herausforderungen im Jahr 2024

Es ist die einzigartige Erhebung des WdF, die einmal mehr klar aufzeigt, wieviel Führungskräfte in Österreich tatsächlich verdienen. In Österreich herrscht eine gewisse Neiddiskussion, die gerne postuliert, dass Managerinnen und Manager zu viel verdienen und nur andere für sich arbeiten lassen. Diese Verantwortung zu tragen und ihr gerecht zu werden, wird von Jahr zu Jahr schwieriger. Die Manager*innen in Österreich leisten nicht nur durch Ihre Arbeit einen Beitrag, sie verzichten – anders als die übrigen Arbeitnehmer*innen – seit vier Jahren auf Einkommenszuwächse.

Die wirtschaftlich schwierige Lage führt zu einer Verschiebung von Einkommensteilen in Richtung Erfolgskomponenten. Nur wenn das Unternehmen seine Ziele erreicht, erhält das Management den Bonus.

Nach wie vor gilt es in erster Linie, das Unternehmen in Zeiten multipler Krisen auf Kurs zu halten. Hauptkriterien für die Bezahlung erfolgsabhängiger Zahlungen sind noch öfter Gewinn und wesentlich häufiger Zielerreichung. Die angesprochene Verantwortung ist also direkt eingepreist in das Gehalt der Managerinnen und Manager.

Die Einkommen der Top-Manager*innen sind in erster Linie von Leistung und dann natürlich vom Umfang der Verantwortung abhängig. Das zeigt sich deutlich in der Gliederung nach Umsatzklassen. Dabei zeigt sich aber auch, dass die größten Unternehmen zurückhaltender agieren als die Komplementärgruppen.

Ein generelle Neiddebatte über die Entwicklung der Managergehälter ist nicht angebracht. Die österreichischen Managergehälter befinden sich Europaweit im Mittelfeld, so WdF-Bundesgeschäftsführer Wolfgang Hammerer.

Achtung: Hier haben Sie die Möglichkeit, die 44. WdF-Einkommensstudie zu erwerben!

 

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