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Podiumsdiskussion in Kooperation mit der Oesterreichischen Nationalbank

Veranstaltungsdatum und -zeit:
26 September 2022
18:00 Uhr
Veranstaltungsort:
Oesterreichische Nationalbank, Otto-Wagner-Platz 3, 1090 Wien
Preis pro Person:

Die österreichischen Führungskräfte stehen auf Grund der Mehrfachkrise im regelmäßigen Abstand vor neuen und nicht vorhersehbaren Herausforderungen. In diesen fordernden Zeiten müssen gerade die heimischen Managerinnen und Manager in der Führungsetage harte und weitreichende Entscheidungen für eine stabile Zukunft treffen. Die Verantwortung für den Wirtschaftsstandort Österreich übernehmen und konkrete Lösungswege aufzeigen ist eine wesentliche Aufgabe der heimischen Entscheidungsträger*innen.

Welche Prioritäten müssen für einen erfolgreichen ReStart der (Finanz-)Wirtschaft gesetzt werden? Zusammenspiel Wirtschaft und Politik auf EU-Ebene.

Robert Holzmann | Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank begrüßte knapp 200 WdF-Mitglieder im Kassensaal und rief zu mehr Innovation auf: „Die jüngsten Krisen, der militärische Angriff auf die Ukraine und die dadurch verschärften Preisanstiege im Energiebereich, haben uns eines klar vor Augen geführt: der Standort Österreich gedeiht nicht aufgrund von Bodenschätzen, die wir einfach abbauen können. Im Gegenteil, wir müssen Öl und Gas und viele andere Rohstoffe teuer im Ausland kaufen. Was den Standort Österreich auszeichnet sind zum einen innovative Unternehmen, die sich mit ihren Produkten auf internationalen Märkten bewähren. Dazu gehören aber auch gut ausgebildete Arbeitskräfte, die durch stete Verbesserungen von Produkten und Abläufen die Produktivität erhöhen. Für den Standort wichtig sind auch wirtschaftspolitische Institutionen, die einen ausschlaggebenden Rahmen für nachhaltiges Wachstum bilden. Während Sie als Führungskräfte in heimischen Unternehmen für die Innovationen sorgen, tragen wir als Notenbank zum wirtschaftspolitischen Rahmen bei.

Eine wesentliche Unsicherheit bei einer Investitionsentscheidung betrifft die künftige Entwicklung der Preise. Die Kernaufgabe der europäischen Geldpolitik ist die Preisstabilität. Konkret streben wir mittelfristig eine Inflationsrate von 2% an. Stabile Preise signalisieren einen stabilen Wert einer Währung über die Zeit und erlauben somit eine längerfristige Planung von Ausgaben und Investitionen für Haushalte und Unternehmen. Das heißt, Preisstabilität ist nicht nur für die Bürgerinnen und Bürger essenziell, um eine Entscheidung zwischen Konsum und Sparen zu treffen, sondern insbesondere auch für die Unternehmen und Firmen. So ist eine stabile geringe Inflation eine zentrale Grundlage für erfolgreiches unternehmerisches Handeln und Planen.“

Reinhard Florey | Vorstandsmitglied OMV AG, Chief Financial Officer: „Die OMV hat durch Ersteigerung von Transportkapazitäten die Voraussetzung geschaffen, dass Gas aus anderen Richtungen als aus Russland nach Österreich gelangen kann. Der nächste Winter wird stark davon abhängen, wie sehr die Speicher diesen Winter geleert werden. Stichwort Arbeits- und Fachkräftemangel: Wir müssen die Kultur des Lernens über die Bildung von Volksschule über Gymnasium bis zum Studium neu etablieren.“

Valerie Hackl | Geschäftsführerin Austro Control GmbH: „Austro Control ist Luftfahrt-Umwelt-Pionier für einen klimaschonenden Flugverkehr. Der Freizeitverkehr hat sehr stark zugenommen, daher ist es doppelt verrückt, wenn Flüge nicht direkt, sondern mit Umleitungen geführt werden. Die Prognosen sagen, dass der Flugverkehr weiter boomen wird. Durch die – in ganz Europa spürbare – Pensionswelle und den hohen Forderungen der jungen Generation ist es eine besondere Herausforderung neue Mitarbeiter zu gewinnen, da speziell die Fluglotsen auch erst vollkommen ausgebildet werden müssen.“

Sabine Herlitschka | Vorstandsvorsitzende Infineon Technologies Austria AG „Die jetzige Krise ist ein immenser Impulsgeber für erneuerbare und alternative Energie. Unser Unternehmen setzt auf grüne Energie, benötigt aber für die Produktion 3% Gas, diesen Energiebedarf kann man nicht so leicht ersetzen. Die globale Wettbewerbsfähigkeit für ein Unternehmen hängt unter anderem stark ab von Kollektivvertragsverhandlungen, Energiekosten und der Verfügbarkeit von Arbeitskräften. Wir müssen den jungen Leuten Technik viel besser vermitteln, besonders Frauen und Mädchen, hier ist Offensive gefragt!“

Günther Ofner | Vorstandsdirektor der Flughafen Wien AG: „Wir werden mit der Knappheit an menschlichen Arbeitskräften leben und uns anpassen müssen. Bürokratie muss reduziert und digitalisierte, automatisierte Prozessoptimierung gefördert werden um so Produktionslücken zu schließen. Das Thema Pensionen muss innerbetrieblich angegangen werden – die gute alte Zeit kann man bald abschreiben.  Meine Prognose 1 für die Zukunft: Der Flugverkehr wird als erstes Massenverkehrsmittel dank synthetischem Kerosin CO2-Neutral. Prognose 2: Die Zahl der Passagiere wird sich verdreifachen. Verzichtstrategie kann keinen Sinn bringen, die Lösung liegt in Innovation und Technologie.“

Andreas Zakostelsky | Generaldirektor VBV Gruppe & WdF-Bundesvorsitzender: „Sprechen wir von Work-Privacy-Balance und nicht von Work-Life-Balance, denn Work ist ein Teil von Life. Wir benötigen alle drei Säulen der Pensionsvorsorge, wir sind zart und schüchtern beim Pensionsantrittsalter, dämpfend sollte der Ausbau von Zusatzversicherungssystemen vorangetrieben werden. Es sind Maßnahmen und Ziele zu setzen um die CO2-Ziele zu erreichen, Industriebetriebe die nicht CO2-Neutral sind und mit Greenwashing agieren werden früher oder später in die Knie gezwungen.

Der Abend wurde moderiert von Eric Frey | Der Standard und ist demnächst auf YouTube zu sehen

Programm

Begrüßung durch Gouverneur Univ.-Prof. Dr. Robert Holzmann  Programm: 17:30 Uhr: Besuch im Geldmuseum 18:00 Uhr: Begrüßung 18:15 Uhr: Podiumsdiskussion 19:30 Uhr: Get Together mit Weinverkostung

Preis pro Person

WdF-Frühlingsempfang im Kunsthistorischen Museum Wien

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