


Mit dem neuen Format „WLA Brainfood“ schafft die Women Leadership Alliance einen Raum für echten, mutigen Dialog jenseits klassischer Paneldiskussionen. Beim Auftakt am 11. März 2026 wurde schnell klar: Es geht nicht um oberflächliche Karrierefragen, sondern um die tieferliegenden Mechanismen von Macht, Netzwerken und Chancengleichheit. Inspiriert von Max Frischs Fragebogen1 eröffnete das Format persönliche Perspektiven – und machte deutlich, wie viel Veränderung noch vor uns liegt.
Mit ehrlichen Antworten auf Fragen wie „Wem wären Sie lieber nie begegnet? Was fehlt Ihnen zum Glück? Was bezeichnen Sie als männlich? Wieviel Geld möchten Sie besitzen?“ hat unser Panel – Prof. Martina Huemann & Martina Ernst, MBA, WU Executive Academy, Nils Hemmerle, Vice President CEE Henkel Consumer Brands und Carmencita Nader, Mitglied des Vorstandes Zweite Sparkasse, moderiert von Michael Sgiarovello, Head of Corporate Communications Henkel CEE – einen offenen Raum für echten Austausch entstehen lassen.
Kein Lean Back, sondern Active Forward. Über ein Live-Tool konnten die Teilnehmer:innen während des Panels Fragen stellen und Fragen Anderer nach oben voten – so sind genau die Themen auf die Bühne gekommen, die wirklich interessieren.
Die Diskussion zeigte schnell: Talent & Qualifikation sind längst nicht mehr die zentralen Themen. Fragen, die bewegen liegen tiefer: Netzwerke, strukturelle Rahmenbedingungen, Frauenquote und die aktive Unterstützung durch Male Allies – Männer, die sich aktiv für Gleichberechtigung und Diversität einsetzen.
In vielen Unternehmen werden Entscheidungen über Karrierechancen nach wie vor von überwiegend männlich besetzten Führungsebenen getroffen. Wer Zugang zu Projekten, Sichtbarkeit und strategischen Entscheidungen erhält, hängt häufig von bestehenden Netzwerken ab. Laut der internationalen Studie „Women in the Workplace“ von McKinsey profitieren Frauen besonders stark von sogenannten Sponsoren, also Führungskräften, die ihre Karriere aktiv unterstützen und sie für Schlüsselpositionen empfehlen. Während Mentoring vor allem Wissen und Erfahrung vermittelt, bedeutet Sponsorship Einfluss einsetzen, um Türen zu öffnen. Hier spielen Male Allies eine zentrale Rolle.
Kaum ein Thema polarisiert in der Debatte um weibliche Führung so stark wie die Frauenquote. Analysen des European Institute for Gender Equality belegen, dass Länder mit verbindlichen Quoten schneller Fortschritte zeigen. Auch beim WLA Brainfood wurde die Quote differenziert diskutiert. Was sich abzeichnete: Die Quote kann Türen öffnen, aber sie ersetzt keinen Kulturwandel.
Diesen Kulturwandel zu unterstützen, Frauen in der Industrie sichtbarer zu machen, strategisch zu positionieren und wirtschaftlich zu stärken, haben wir uns als WLA als Ziel gesetzt.
Das WLA Brainfood hat gezeigt: Fortschritt entsteht nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch das Zusammenspiel von Haltung, Struktur und aktiver Unterstützung – insbesondere durch starke Netzwerke und engagierte Male Allies. Genau hier setzt die Women Leadership Alliance an: mit Formaten, die nicht nur diskutieren, sondern Frauen und Männer bewegen.
Bitte melden Sie sich via E-Mail bei office@wdf.at an.

























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