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Nachbericht: WOMEN LEADERSHIP ALLIANCE – Auftaktveranstaltung

Nachbericht: WOMEN LEADERSHIP ALLIANCE – Auftaktveranstaltung

Veranstaltungsdatum und -zeit:
16 September 2025
18:00 Uhr

 

 

Frauenpower im Fokus – Auftaktveranstaltung der Women Leadership Alliance (WLA)

Wien, am 16. September 2025 – Die erste Veranstaltung der Women Leadership Alliance (WLA), einer neuen Initiative des Wirtschaftsforums der Führungskräfte Österreich (WdF), brachte inspirierende weibliche Führungspersönlichkeiten zusammen, um die Bedeutung von Diversität und weiblicher Führung im Wirtschaftsleben zu betonen. Im Haus der Industriellenvereinigung wurde klar, dass eine stärkere Präsenz von Frauen in Führungspositionen nicht nur notwendig, sondern auch unverzichtbar für den Erfolg der wirtschaftlichen Zukunft ist. Unter dem Titel: „Wirtschaft braucht weibliche Führung, oder etwa nicht?“ fanden angeregte Diskussionen statt.

Wolfgang Hammerer, der die Veranstaltung mit Wajden Byloff einleitete, unterstrich die Dringlichkeit der Initiative: „Der WdF sah sich bereits 2014 der Herausforderung gegenüber, weibliche Führungspersönlichkeiten sichtbar zu machen. Die heutige Auftaktveranstaltung der WLA markiert den erfolgreichen Schritt in eine diversere Zukunft, den wir gemeinsam mit Wajden Byloff entwickelt haben.“

Ein ernüchternder Realitätscheck verdeutlichte, dass im Jahr 2025 kein einziger der Top 20 ATX-Konzerne von einer Frau geführt wird. Diese Realität wurde als Alarmzeichen angesehen, nicht nur für die Gleichstellung, sondern auch für die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft des Wirtschaftsstandorts Österreich.

Kernbotschaften aus den Reden und Diskussionen:

Eva Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wirtschaft und Forschung, betonte in ihrer Keynote:

    1. „Wir wissen: diversere Teams bringen einen besseren Output.“
    2. „Frauen in Führungspositionen sind Vorbilder für die nächste Generation.“
    3. „Gerechtigkeit und Chancengleichheit müssen in den Mittelpunkt rücken. Die gläserne Decke muss durchbrochen werden.“
    4. „Es ist unsere gesellschaftliche Verantwortung, Frauen in Führung zu haben.“

Sie habe Zuversicht, denn wir können es uns wirtschaftlich nicht leisten, diese Potentiale nicht zu realisieren.

Im Anschluss daran leitete Sandra Baierl (Kurier) eine Round Table Diskussion mit hochkarätigen Panelisten. Während der ersten Round Table Diskussion wurde deutlich, dass Frauen Quoten unabdingbar sind und sich die Arbeitskultur dadurch automatisch verändere:

    • Susanne Zapreva, Vorständin bei Verbund, auf die Herausforderungen „Es braucht heute ein anderes Maß für Frauen in Führungspositionen. Quoten sind essenziell, um Veränderungen herbeizuführen. Frauen brauchen Unterstützung der Gesellschaft und der Politik.“
    • Silvia Angelo, Vorständin der ÖBB, wies darauf hin: „Zuhause ist für viele Frauen nur ein Schichtwechsel. Es ist an der Zeit, dass wir an diese Strukturen ansetzen. Es gibt überall KPIs, nur nicht bei Frauen.“
  • In einer weiteren Panel-Diskussion wurden die Ansatzpunkte der Veränderung klar definiert:
    • Sonja Wehsely von Siemens Health: „Macht wird nie von selbst abgegeben. Wir müssen aktiv daran arbeiten, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen.“
    • Nicole Schlautmann von MSD Österreich ergänzte: „Wir haben ein Wirtschaftsdefizit, das wir uns nicht leisten können. Mehr Diversität ist nicht nur wünschenswert, sondern notwendig.“
    • Ilse Hirt von Wiener Netze: „Wir sind anders als Männer, eine Bereicherung. Vor allem Frauen mit Praxis muss eine Chance gegeben werden und ihr Potential genutzt werden.“
    • Karin Meier-Matetschläger betonte: „Wir als Frauen sind nicht allein zuständig für die Kinderbetreuung. Das Thema ist gesellschaftspolitisch und es muss selbstverständlich sein, wie in anderen Ländern, dass Männer ihren Anteil automatisch zu 50% übernehmen“

Die Diskussionsrunde inspirierte die Anwesenden dazu, aktiv an der Veränderung mitzuwirken und die Diskussion über Diversität und Gleichheit weiter voranzutreiben. Frauen und Männer müssen gleichermaßen dazu beitragen und zusammenarbeiten, damit wir wirtschaftlich vorankommen. Die Gesellschaft wird so zu einem automatischen Umdenken angeregt, in denen Frauen nicht allein für Kindererziehung und -betreuung zuständig sind.

Der 5-Stufen-Plan zur Förderung weiblicher Führung: Wajden Byloff stellte im Anschluss die Arbeitsgruppe vor, die einen 5-Stufen-Plan entwickeln soll, um die Teilhabe von Frauen in Führungspositionen zu forcieren. Die Leitung dieser Initiative übernimmt Bernhard Klein.

Die Veranstaltung schloss mit einer eindrucksvollen Botschaft: „Wenn wir jetzt nicht aktiv werden, werden wir in einer Zeit stagnieren, in der Gleichberechtigung immer noch nicht verwirklicht ist“

 

Vorstand: Wajden Byloff (Präsidentin), Tina Thallinger, Fabienne Hamberg, Iva Herceg, Bernhard Klein, Stefan Kotynek, Viktoria Zischka

 

Der WLA-Vorstand lädt herzlich ins Haus der Industrie am 16. September ab 18:00 Uhr. Weitere Infos zur WLA finden Sie hier.

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